Falschbeschuldigung – „das perfekte Verbrechen, um einen Mann aus dem Weg zu räumen, ohne selbst ein Risiko einzugehen“?

In der aktuellen Kolumne von Margarete Stokowski las ich zum Thema Falschbeschuldigung das ZitatEs ist das perfekte Verbrechen, um einen Mann aus dem Weg zu räumen, ohne selbst ein Risiko einzugehen.

Es handelt sich um ein Zitat aus einem Interview der taz mit Jörg Kachelmann. Er sagt dort konkretDie hohe Zahl der Falschbeschuldigungen liegt daran, dass Täterinnen meist völlig straffrei ausgehen. Es ist das perfekte Verbrechen, um einen Mann aus dem Weg zu räumen, ohne selbst ein Risiko einzugehen.“

Da musste ich doch ziemlich mit dem Kopf schütteln. Ohne selbst ein Risiko einzugehen? Das klingt so, als könne man als Frau so eben im Vorbeigehen einen Mann der Vergewaltigung beschuldigen, wie man eine Semmel beim Bäcker kauft.

Tatsächlich aber ist es doch so, dass gesellschaftlich eine Frau, die als Falschbeschuldigerin gilt, ebenso geächtet wird, wie ein Mann, der als Vergewaltiger gilt. Das Risiko, als Falschbeschuldigerin zu gelten („es wird mir keiner glauben“), habe ich mehrfach als Begründung dafür gehört, warum eine Vergewaltigung nicht angezeigt wurde. Und prinzipiell ist natürlich (siehe Fall Arnold) auch die falsche Verdächtigung eine Straftat, die geahndet werden kann und zwar auch mit jahrelangen Haftstrafen. Mal abgesehen davon, dass eine Strafanzeige mit dem ganzen Rattenschwanz an Befragungen, Aussagen vor Staatsanwaltschaft und Gericht an sich nie ein Zuckerschlecken ist.

Hätte er „straffrei“ geschrieben, hätte man dem Satz in der Rechtspraxis bis zu einem bestimmten Punkt zustimmen können. Aber „risikolos“ ist absoluter Unsinn. Eine Frau, die eine Falschbeschuldigung plant, setzt sich demselben Risiko eines „sozialen Todes“ aus, wie ein Mann, der vergewaltigt. Nun mag man in solchen Fällen „selbst schuld“ sagen oder denken.

Aber was ist mit Menschen, die unschuldig sind?

Jemand, der falschbeschuldigt wird, hat ein hohes Risiko für besagten „sozialen Tod“. Ein Vergewaltigungsopfer stirbt, wenn es als Falschbeschuldiger/in gebrandmarkt wird, diesen sozialen Tod zusätzlich noch zur Tat an sich.

Jörg Kachelmann scheint die ganze Zeit um diesen Gedankengang herumzulavieren, die taz fragt auch an einer Stelle entsprechend nach („Es ist auch erwiesen, dass sehr viele Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, diese nicht zur Anzeige bringen. Auch deshalb, weil sie fürchten müssen, dass man ihnen nicht glaubt, oder dass sich das, was ihnen wiederfahren ist, vor Gericht nicht zweifelsfrei beweisen lässt.“).

Jörg Kachelmanns Antworten auf solcherlei Fragen?

Die größte Gefahr für echte Opfer sind Falschbeschuldigerinnen.

Ah?! Das wäre in etwa so, als würde man behaupten „Die größte Gefahr für falschbeschuldigte Männer sind Männer, die vergewaltigen. Nicht die Falschbeschuldiger/innen an sich, sondern die Vergewaltiger“.

Trotzdem interessant, denn an dieser Stelle gibt er offensichtlich durch die Blume zu, dass die Angst davor, als Falschbeschuldigerin zu gelten, ein wesentlicher Grund für das Nichtanzeigen einer Vergewaltigung sein kann.

Und weiter: Es ist auch leider so, dass die Mehrheit dieser echten Opfer nicht anzeigt. Nicht, weil diese kein Vertrauen in Polizei und Justiz hätten, sondern eben jeder einzelne Fall zu anderen Verarbeitungsmechanismen bei den betroffenen Mädchen und Frauen wird – und diese führen nicht immer über eine Anzeige.

Recht offensichtlich wird an dieser Stelle plötzlich wieder von der unangenehmen Frage abgelenkt, ob nicht die Angst, als Falschbeschuldigerin zu gelten, ein wesentlicher Grund für nicht erfolgte Anzeigen sein kann.

Er bringt dann einige Beispiele für seine Behauptung, die alle ein wenig an den Haaren herbeigezogen wirken (ein Mädchen, das im Familienurlaub vergewaltigt wird und nichts sagt, um den Eltern kein schlechtes Gewissen zu machen). Aber sei’s drum.

Aufmerken lässt dann noch der SatzDas hohe Vergewaltigungsrisiko kann nicht durch die Justiz am Ende der Präventionskette gemindert werden, sie hat schon alle Werkzeuge in der Hand.“

Ah? Bei Falschbeschuldigungen lasen wir doch, man erinnere sich, kurz zuvor noch etwas völlig anderes, geradezu Konträres Die hohe Zahl der Falschbeschuldigungen liegt daran, dass Täterinnen meist völlig straffrei ausgehen„.

Es ist doch recht interessant, dass dies zwar für Falschbeschuldigungen gelten soll, für Vergewaltigungen aber nicht.

Meine Lieblingspassage im Interview ist aber diesePolitiker und auch Sie müssen aufhören, Frauen mit fürsorglichem Sexismus als Wesen zu sehen, die ein bisschen schwach und doof sind und die so gerne anzeigen würden, wenn’s ein bisschen schöner wäre, wie Sie gleich schon in Ihrer Frage eben mitteilten. Wir können Frauen nicht zwingen, konsequent anzuzeigen. Und die Gründe, das nicht zu tun, sind vielschichtiger als die frei erfundene These in Ihrer Frage, dass Frauen immer etwas fürchten. Ich habe Frauen zeit meines Lebens ziemlich furchtlos erlebt, während Sie bemerkenswerterweise nur verschreckte Heimchen zu kennen scheinen.

Ah? Herr Kachelmann hat doch selbst zuvor einige Beispiele genannt, warum Frauen nicht angezeigt haben. Ausnahmslos alle hatten mit Angst zu tun. Welche Gründe sollten es denn sein, außer Angst in irgendeiner Form? Vor dem Täter, vor der Reaktion des Umfelds, vor Verlust von Familie, Ehre, Ansehen, Liebe, Freundschaften, Angst vor dem Behördenmarathon und davor, als Falschbeschuldigerin zu gelten … Ich bin gespannt.

Besonders liebe ich ja immer diese impliziten „Frauen sind stark“-Sätze, die in solchen Aussagen ganz plötzlich und ziemlich sinnlos mitschwingen. Wer Angst hat, kann trotzdem stark sein. Und es ist auch nicht schlimm, schwach zu sein und hilflos, wenn man etwas Schlimmes erlebt hat. Mit „doof sein“ hat dies nichts, aber rein gar nichts zu tun. Auch starke und kluge Menschen können in bestimmten Situationen Angst haben und hilflos sein. Auch Männer übrigens. Solche Aussagen sind ebensolche Nonsense-Aussagen wie die fiktive aber doch oft in ähnlicher Form gehörte Behauptung „Männer können eine Straftat doch wegstecken. Die sind stark“.

 

 

 

 

 

 

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73 Gedanken zu “Falschbeschuldigung – „das perfekte Verbrechen, um einen Mann aus dem Weg zu räumen, ohne selbst ein Risiko einzugehen“?

  1. Ich würde einen Blick auf die USA werfen. Dort findet sich seit ein paar Jahren an Universitäten der Standard „preponderance of the evidence“. Wenn es Beauftragte an Universitäten für überwiegend wahrscheinlich halten (50% + X), dass ein sexueller Übergriff stattgefunden hat, wird damit der Beschuldigte „verurteilt“ (und regelmäßig von der Universität ausgeschlossen). Das scheint die gesellschaftliche Realität wiederzugeben. Sieh dir auch E. Sulkowicz an, die ist mit ihrer fragwürdigen Beschuldigung – als Studentin – bis in hohe Kreise geschafft hat. Einige Universitäten haben auch feministisches Dogmen übernommen, wonach bei einer Täuschung über romantische Absichten eine Vergewaltigung vorliegt (denn dann läge keine echte Einwilligung vor). Allerdings wurde danach wohl noch kein Fall entschieden. Es zeigt allerdings Motivationen und Gerechtigkeitsvorstellungen auf, die abgestrittene Stereotype bestätigen. Im Fall von beiderseitigem Alkoholkonsum wird gemeinhin nur die Frau als einwilligungsunfähig angesehen.

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      1. Okay, das wäre ein Beispiel, das auf den konkreten Fall ankäme. Wenn sie noch knien konnte und aktiv werden, ist sie nicht so betrunken, dass sie einwilligungsunfähig wäre. Wenn sie allerdings da nur so dagekauert ist und so gut wie weg war und er einfach „gemacht“ hat, dann wäre es eine Vergewaltigung. Beide Seiten stellen es ja sehr unterschiedlich dar. So etwas ist, wgen Aussage gegen Aussage, sehr schwer nachzuweisen und ist ein klassischer Fall dafür, dass beide (zumindest in D.) aus so einem Prozess schwer versehrt herauskommen.

        In vielen Fällen wird mir der Fall hier genannt. Und da ist eigentlich völlig klar: Sie war nicht mehr ansprechbar.

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    1. Ergänzend, ein weiteres Teil der gegenwärtigen Weltanschauung: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/politische-gewalt-die-briten-hassen-einander-14609363-p2.html

      ‚Dabei ist es nie leichter gewesen, ein Hassverbrechen anzuzeigen – und nie war es vager definiert. Als Staatsanwaltschaft und Polizei vor acht Jahren in der Spätphase der Labour-Ära den Tatbestand neu umrissen, fassten sie darunter „jedes kriminelle Delikt, das vom Opfer oder irgendeiner anderen Person als eines wahrgenommen wird, das von Feindseligkeiten oder Vorurteilen motiviert ist, die auf persönlichen Charakteristika gründen“. Im Leitfaden der Polizei zum Umgang mit Hassverbrechen ist ausdrücklich festgehalten, dass keine Beweise vorliegen müssen, um ein Hassverbrechen zu den Akten zu nehmen. „Das Opfer muss seine Wahrnehmung weder rechtfertigen noch Indizien liefern, und die Polizei darf seine Wahrnehmung nicht unmittelbar anzweifeln.“‘

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  2. Grundsätzlich kann ich bei allem, was strafbewehrt ist und den zwischenmenschlichen Umgang angeht, Falschanzeigen erstatten. Nur die Folgen werden gesellschaftlich anders bewertet. Eine Falschanzeige wegen eines Diebstahls kann man nicht mit einer Falschanzeige wegen Vergewaltigung vergleichen. Hier treffen ein materieller Schaden gegen die Unversehrtheit des Körpers und der sexuellen Selbstbestimmung aufeinander.

    Ich schätze, dass die Angst vieler Männer, einer Vergewaltigung bezichtigt zu werden, ebenso groß ist wie die Angst vieler Frauen vor einer reellen Vergewaltigung. Und das Thema ist naturgemäß stark mit Emotionen behaftet. Aber die Behauptung, man könne mit einer Falschbeschuldigung das perfekte Verbrechen begehen, halte ich für sehr an den Haaren herbeigezogen. Außerdem sind meiner Meinung nach für einen sozialen Tod ganz andere Kräfte verantwortlich. Beispiel Horst Arnold: Nach seiner Rehabilitierung weigerte sich das Land Hessen, Arnold wieder als Lehrer einzustellen. Wer hat dafür gesorgt, dass der soziale Tod aufrecht erhalten blieb?

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    1. Ich bin allerdings immer wieder erstaunt, dass es gerade bei Vergewaltigung so derart hochgekocht wird. Denn tatsächlich ist ja z. B. eine falsche Verdächtigung als Mörder, was auch ab und an vorkommt, Z. B. durch bewusst falsche Zeugenaussagen, wesentlich schwerwiegender.

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      1. Oh? Im Weg steht einzig die Einwilligung. Das mag auch Tötungen so sein. Allerdings ist dort die Tötung regelmäßig Indiz für Rechtswidrigkeit. Es gibt bei Tötungen kaum Ambiguität. Weder gibt es gemeinhin vielfältige Formen der Tötung, noch ist ihr Wesen komplex. Das sieht bei Flirten und Sex ganz anders aus. Zudem lässt es sich grundsätzlich leicht vermeiden, jemanden zu töten, ohne damit ein Verlust ein Freiheit und Lebensqualität – eigener – einhergeht. Flirten und Sex ziehen sich dagegen durch das ganze Leben. Sowohl in Gedanken, als auch in Handlungen. – Ja, *die* Unterschiede sind Fundamental.

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      2. Ja, es geht im Wesentlichen um das Beschneiden des freien Willens. Das ist bei anderen Delikten ebenso, beispielsweise Diebstahl, Raub, Freiheitsberaubung …

        Ob dir deine Oma die Juwenhalskette schenkt oder Du sie stiehlst, ist eine Frage des Willens der Person.

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      3. Du bewegst dich weit weg, Margret. Sicherlich ist auf hoher Abstraktionsebene bei allem im wesentlichen „Gerechtigkeit“ das gemeinsame Merkmal. Im Detail gibt es aber die genannten bemerkenswerten Unterschiede. Und sie führen – unter anderem – dazu, dass eine „Falschbeschuldigung“ in Sachen Sex und Flirten naheliegender ist, als eine in Sachen Tötung. (Verlier‘ dich nicht in der Illustration, aber was sorgt – und erfreut – Männer und Frauen mehr: Sex, Flirten und sexuelle Gewalt, oder Tötung und Mord?)

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      4. Da gibt es zwei Faktoren zu.
        1. Wie ich schon mal glaube ich erläutert habe ist Vergewaltigung gesellschaftlich wohl auf Platz 2 der schlimmsten Verbrechen. Mord hingegen nur auf 3. Das einzige Verbrechen was noch schlimmer ist wäre wohl Kindesmissbrauch.

        2. Und der noch viel wichtigere Punkt ist, bei Mord muss in der Tat eine Straftat stattgefunden haben. Ohne einen Toten der entsprechende Spuren an sich hat, ist es nicht möglich jemanden zu beschuldigen. Zu dem gibt es bei Mord in den meisten Fällen deutlichere Beweise die darauf hindeuten wer überhaupt als Täter in Frage kommt. Alles in allem ist es viel Aufwand bzw. brauch ein enormes Maß an Pech um zu unrecht als Mörder angeklagt zu werden.

        Bei einer Vergewaltigung reicht es hingegen schon theoretisch mit einer weiteren Person für eine Weile den gleichen Raum zu teilen um danach beschuldigt werden zu können.

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      5. „Wie ich schon mal glaube ich erläutert habe ist Vergewaltigung gesellschaftlich wohl auf Platz 2 der schlimmsten Verbrechen. Mord hingegen nur auf 3. Das einzige Verbrechen was noch schlimmer ist wäre wohl Kindesmissbrauch.“

        Warum meinst Du das? Vergewaltigten Menschen wird ja oft gesagt, sie könnten froh sein, nicht getötet worden zu sein. Insofern ist ein Tötungsdelikt mit Sicherheit das Verbrechen Nummer 1, strafrechtlich wie gesellschaftlich moralsich gesehen. Vergewaltiger bekommen gar nicht mal so selten Bewährungsstrafen, bei einem Tötungsdelikt ist das nicht möglich.

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      6. Straftrechtlich sicherlich und vielleicht auch für das Opfer, aber gesellschaftlich sieht es für mich da etwas anders aus. Für Mord gibt es gegenüber den meisten Leute eine Rechtfertigung. Das kann man an den Medien erkennen. Es ist ist kein Problem, eine Hauptfigur zu haben die sich in erster Linie dadurch auszeichnet ein Mörder zu sein, selbst ein Serienkiller kann ein Protagonist sein. Ein Vergewaltiger oder Kinderschänder ist dagegen nicht möglich.

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      7. „Alles in allem ist es viel Aufwand bzw. brauch ein enormes Maß an Pech um zu unrecht als Mörder angeklagt zu werden.“

        Im Fall Harry Wörz ist ja (versuchter Totschlag mit schwerer Behinderung des Opfers) wohl genau das passiert – allerdings nicht als falsche Verdächtigung von außen (also durcj Zeugen), sondern wohl im Sinne massiver Ermittlungsfehler. Interessanterweise wird der Fall von Männerrechtlern sehr häufig als Beispiel für einen Fall von Falschbeschuldigung gegen Männer genannt und auch von wikimannia so verlinkt, obwohl er eigentlich mit „Falschbeschuldigung“ im maskulistischen Sinne wenig zu tun hat. Offenbar macht man sich hier einen Fall passend, um ihn in die eigene Agenda einfügen zu können.

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      8. Nach dem ich mir das kurz bei Wikipedia durchgelesen habe kann ich nicht nachvollziehen wie das als Beispiel einer Falschbeschuldigung funktionieren soll. Einerseits fand die Tat statt und andererseits war es nicht das Opfer welches ihn beschuldigt hat. Normalerweise müsste mindestens eines davon anders aussehen um auch nur ansatzweise zu diesem Schluss kommen zu können.

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      9. „Bei einer Vergewaltigung reicht es hingegen schon theoretisch mit einer weiteren Person für eine Weile den gleichen Raum zu teilen um danach beschuldigt werden zu können.“

        Nur wird das keinen Erfolg haben. Kein Mensch wird verurteilt, weil man mit Person X im selben Raum war. Da braucht es schon weitere Hinweise auf eine tatsächlich erfolgte Tat. Natürlich besteht bei einem Vergewaltigungsvorwurf häufig eine Aussage gegen Aussage Situation und es läuft daher oft auf einen Indizienprozess hinaus.

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      10. Das gilt aber eben auch bei dem Vorwurf einer Falschbeschuldigung. Solange dieser nicht zweifelsfrei bewiesen werden kann gibt es da keine Verurteilung. Wobei die Strafen da meist deutlich geringer sind als bei einer erwiesenen Vergewaltigung. Die einzige Ausnahme die mir spontan einfällt war nur so hoch, weil der Mann seine Zeit im Gefängnis komplett hinter sich hatte und die Anklage darum auch Freiheitsberaubung beinhaltet hatte. Viele Feministen waren damals entsetzt, weil sie meinten 5 Jahre für eine Falschbeschuldigung wären zu viel.

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  3. Stokowski nimmt ziemlich pointiert diesen Mythos auseinander, dass ja angeblich jede Frau jeden unbequemen Arschloch-Mann problemlos mit einer Falschanschuldigung ruinieren könne, indem sie einfach provokant fragt: „wenns so einfach ist, warum machen wir es dann nicht?“

    Tja, warum wohl? Weils eben nicht so läuft, wie sich das so mancher zusammenphantasiert.

    Ich finde, sie hat da mitten ins Schwarze, und offenbar einen wunden Punkt getroffen.

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    1. Ich weiß nicht, Margarete Stokowskis Kommentar gefällt mir ehrlich gesagt diesmal nicht sehr gut, er greift sehr kurz und besteht im wesentlichen aus „Warum tun sie es denn nicht, wenn es geht?“.

      Die Ansichten von Jörg-Kachelmann finde ich aber in dem Interview auch wieder sehr an der Realität vorbei (auch wenn er deutlich moderater klingt als noch vor kurzer Zeit). Schon alleine der Vorschlag, doch künftig zur Prävention die Straßenlampen wieder länger anzulassen – also bitte. So etwas erhöht vielleicht das subjektive Sicherheitsgefühl aber als Präventionsmaßnahme gegen sexuelle Übergriffe ist das schon reichlich naiv gedacht. Zum Rest habe ich ja bereits oben geschrieben.

      Und, wenn er mal ganz ehrlich wäre, könnte er am Beispiel seiner Ex-Freundin doch sehen, dass der „risikolos“-Spruch völlig absurd ist. Sie ist als Falschbeschuldigerin mindestens ebenso gebrandmarkt wie er (und sicher wesentlich unbeliebter), und das war bereits während des noch laufenden Prozeses der Fall. Ihre Privatadresse und Fotos ihres Wohnhauses wurden auf Blogs und auch ansonsten im Netz veröffentlicht, teils nebst Drohungen, das war auch bereits während des noch laufenden Prozesses zu lesen.Und in ihrem Job arbeitet sie, soweit man lesen konnte, ja auch nicht mehr.

      Insofern verstehe ich wirklich nicht, wie er zu dieser Aussage kommt.

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      1. Wurde Gina-Lisa wegen Falschbeschuldigung verurteilt?

        Wenn bereits (falsche) Sexismus-Vorwürfe Karrieren zerstören können – siehe Tim Hunt – wie sind Vergewaltigungsvorwürfe einzuordnen?

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      2. „Wurde Gina-Lisa wegen Falschbeschuldigung verurteilt?“

        Wegen falscher Verdächtigung, ja. Das Urteil ist aber nicht rechtskräftig. Und jeder hat auf dem Video sehen können, dass die beiden Herren sie wirklich nicht respektvoll behandelt haben und vermutlich Alkohol oder mehr im Spiel war, insofern ist eine Geldstrafe dann vermutlich angemessen. Wobei mir bis jetzt das Urteil nicht so klar ist, weil sie offenbar selbst bei der Polizei gar nicht von Vergewaltigung gesprochen hatte.

        „Wenn bereits (falsche) Sexismus-Vorwürfe Karrieren zerstören können – siehe Tim Hunt – wie sind Vergewaltigungsvorwürfe einzuordnen?“

        Natürlich können sie das. Nur ist es Quatsch zu behaupten, dass so etwas folgenlos möglich wäre. Und gleichzeitig ist es eben so, dass der soziale Tod auch für tatsächliche Vergewaltigungsopfer gilt, die in den Ruf geraten, eine Falschbeschuldigerin zu sein. Und man sollte sich schon auch ein wenig überlegen, was das menschlich bedeutet.

        Vielleicht wird es dir klarer, wenn Du dir Folgendes vorstellst:

        1. Dein Nachbar behauptet, Du hättest ihn zusammengeschlagen, obwohl Du nichts damit zu tun hast.

        2. Dein Nachbar schlägt dich zusammen und behauptet anschließend, Du wärst der Aggressor gewesen.

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      3. Würde ein (nicht rechtskräftig) verurteilter Vergewaltiger im Abendprogramm auftreten? Wie war es im Fall von Andreas Türk?

        „Natürlich können sie das. Nur ist es Quatsch zu behaupten, dass so etwas folgenlos möglich wäre.“ Sei dir bewusst, dass ich keine allgemeine Folgenlosigkeit behauptet habe.

        Bedenke, dass jemand der falsch beschuldigt das Geschehen in der Hand hat. Er kann Umstände und Moment bestimmen, so wie vorbereitend eine Geschichte entwickeln.

        Das Problem der Nr. 2 hatten wir schon einmal. Es ist die Situation, in der ein Mann überlegen muss, ob er eine Frau die sich im annähert „anzeigt“ (etwa gegenüber Human Resources) — obwohl er das eigentlich nicht will, und nur des Risikos halber, dass sie ihn anzeigt. Eine solche Konstellation (körperliche Auseinandersetzung) findest du auch in dem FAZ Artikel, mit der Besonderheit des Schattens von „Hate Crime“ (Frauen werden in diesem Sinn zu einer geschützten Gruppe entwickelt, wie auch sonst im Recht; siehe „Catcalling“ als Hate Crime). Noch ein Stein in diesem asymmetrischen Gebilde sind „Rape Shield Laws“, die den Namen der Klägerin/Anschuldigerin geheim halten, den Namen des Beklagten offenbaren.

        Mein Interesse ist echt, da vieles in diese Problematik einfließt. Ich habe dich nicht abgetan.

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      4. „Ich weiß nicht, Margarete Stokowskis Kommentar gefällt mir ehrlich gesagt diesmal nicht sehr gut, er greift sehr kurz und besteht im wesentlichen aus „Warum tun sie es denn nicht, wenn es geht?“.

        Die Ansichten von Jörg-Kachelmann finde ich aber in dem Interview auch wieder sehr an der Realität vorbei“

        Und genau diese Realitätsferne persifliert sie bis in die Absurdität treffend auf den Punkt. So auf den Punkt, dass es keiner zu merken scheint, dass es genau diese Realitätsferne ist, an die sie logisch anknüpft. Aber nicht etwa Kachelmanns auslösende Aussage wird kritisch gesehen, nein, natürlich nur ihre Antwort darauf.

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      5. Onyx: „Und genau diese Realitätsferne persifliert sie bis in die Absurdität treffend auf den Punkt. So auf den Punkt, dass es keiner zu merken scheint, dass es genau diese Realitätsferne ist, an die sie logisch anknüpft. Aber nicht etwa Kachelmanns auslösende Aussage wird kritisch gesehen, nein, natürlich nur ihre Antwort darauf.“

        Da hast dich etwas zu viel im Kreis gedreht. Was ist ihre tatsächliche Auffassung?

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    2. „diesen Mythos auseinander, dass ja angeblich jede Frau jeden unbequemen Arschloch-Mann problemlos mit einer Falschanschuldigung ruinieren könne“

      Wer behauptet, dass jede Frau jeden unbequemen Mann mit einer Falschanzeige ruinieren kann? Scheint mir ein typischer Strohmann zu sein.

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      1. Nunja, Herr Kachelmann ist da schon sehr klar in seiner Aussage. Ich finde übrigens, dass, wer so argumentiert, auch berücksichtigen sollte, dass es ebenfalls sehr einfach ist, eine Frau sozial zu ruinieren. Ein Sex-Video oder ein Nacktfoto ins Netz und das war’s. Ist sogar noch viel einfacher als ein Vergewaltigungsvorwurf und tatsächlich recht risikoarm, da allenfalls mit Geldstrafe geahndet.

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      2. Nein, auch Kachelmann spricht keineswegs von JEDER Frau und JEDEM Mann. Natürlich geht das nur bei entsprechender Gelegenheit. Dann aber ist es durchaus fast risikolos, wenn Frau sich etwas geschickt anstellt.

        Und ja, natürlich kann man(n) auch Frauen sozial schaden . Aber das ändert sich nichts an der Gefahr für Männer. Ich finde es auch ziemlich grenzwertig, die Folgen eines Sexvideos mit denen eines Vergewaltigungvorwurfs zu vergleichen.

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      3. Warum? Es geht um den sozialen Tod, das Ruinieren einer Existenz. Wenn Du auf juristischer Ebene, also von der zu erwartenden Strafe her argumentierst, ist der Vergewaltigungsvorwurf natürlich schwerwiegender. Von den sozialen Folgen her ist der Unterschied dagegen nicht gravierend. Es wurde in den letzten Jahren eine Reihe von Selbstmorden v. a. unter jungen Mädchen publik, die sich nach dem Auftauchen solcher Fotos oder Tapes und der darauf folgenden Hexenjagd umgebracht haben.

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      4. Ich bestreite, dass Sextapes oder Nacktfotos im Netz – so unangenehm das natürlich ist – im Schnitt eine vergleichbare Wirkung haben wie ein Vergewaltigungsvorwurf. Sicherlich gab es böse Sonderfälle, aber im Allgemeinen sind die Folgen derartiger Vorkommnisse überschaubar – wie man nicht zuletzt daran sieht, dass Frauen auch desöfteren freiwillig Sextapes und Nacktfotos veröffentlichen oder zumindest sorglos damit umgehen. Vergleichbares gibt es bei Männern im Zusammenhang mit Vergewaltigungsvorwürfen nicht.

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      5. Sorglos damit umgehen ist wohl eher im Bereich einer (Liebes)-Beziehung der Fall. Man glaubt nicht, dass der Mensch, dem man vertraut, dieses Vertrauen missbrauchen könnte. Auch hier eine Parallele zu falscher Verdächtigung, wenn Du so willst.

        Freiwilliges Veröffentlichen hat nur in einem ganz bestimmtem Umfeld (Reality-TV, Pornobranche) Vorteile. Sobald man ins „Real Life“ zurückkehrt aber enorme Nachteile.

        Das ist wie „ich war schon im Knast“. In einigen wenigen Bereichen dieser Gesellschaft gilt das als Auszeichnung. Im ganz normalen Leben aber ist es ein enormer Nachteil. Es wirft einen also immer wieder auf diese Bereiche zurück, wenn man so eine Vergangenheit hat. Siehe Bree Olson.

        Ich glaube, Du unterschätzt da wirklich die „Mann-Frau“-Sache. Für einen Mann ist sowas unangenehm, unter Umständen kann es auch fatal sein, wenn man z. B. auf das „Saubermann-Image“ angewiesen ist (z. B. als Politiker als treusorgender Familienvater). Für eine Frau ist es fatal. Das hat mit dem „Heilige/Hure“-Schema zu tun, das einfach noch in weiten Teilen der Gesellschaft vorhanden ist. Eine Frau, deren Sexualität offen wird, gilt, wie auch eine Frau, die beim ersten Date mit einem Mann schläft, rasch als Schlampe. Ein Mann nicht. Es gibt noch nicht einmal einen vergleichbaren Ausdruck.

        Es ging ja ursprünglich um die „risikolos“-Sache und um die sozialen Folgen. Es ist nämlich wirklich recht risikolos, einfach ein Nacktbild der Ex ins Netz zu stellen. Und dann ist es da. Ein Leben lang. Inklusive „die Schlampe / die Hure“-Image.

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      6. „Eine Frau, deren Sexualität offen wird, gilt, wie auch eine Frau, die beim ersten Date mit einem Mann schläft, rasch als Schlampe. Ein Mann nicht. Es gibt noch nicht einmal einen vergleichbaren Ausdruck.“

        Du verstehst die Heilige/Hure Sache falsch. Eingangs, es sind Überbetonungen, aber hilfreiche. Allerdings wollen Männer beides, es ist also nicht wertvoll gegen wertlos. Das Ideal ist eine Frau, die beides ist. Damit sind auch erotische Bilder alles andere als zwangsläufig zerstörerisch. Sie sind nur ein Teil von ihr, der im Zusammenhang ihres Wesens steht.

        Auch auf Männer begrenzt übersiehst du etwas. Nehmen wir an, unter Männern gibt es keine Heiligen. Dann braucht es auch keinen Gegenbegriff. Das erklärt, warum es für Männer nicht einen Begriff wie „Schlampe“ gibt. Es ist eine Art Grundannahme, die nicht ausgesprochen werden muss. (Hinzu kommt, dass Männer kaum [so unmittelbar] mit Sex handeln können. „We can’t use sex to get what we want. Sex is what we want.“ Sex deficit. Principle of least interest; und das es tendenziell eine Leistung ist, Frauen ins Bett zu bekommen, umgekehrt eher weniger.) — Bei der Gelegenheit, ich denke das Zerstörerische am publik-werden solcher Bilder ist der Vetrauensmißbrauch und das ungewollte Entblößen. – Grundlegend weise ich darauf hin, dass Frauen komplex sind, und Männern das durchaus bewusst ist, und wir unter Umständen darauf achten.

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      7. „und das es tendenziell eine Leistung ist, Frauen ins Bett zu bekommen, umgekehrt eher weniger.“ Warum eigentlich? Männer schlafen ja, bis auf Ausnahmen auch nicht mit allem, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Und Frauen kämpfen durchaus auch um begehrte Männer.

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      8. „Das Ideal ist eine Frau, die beides ist.“

        Nein. Ich finde tatsächlich, im Film „Reine Nervensache“ wird das super auf den Punkt gebracht, wenn der Psychologe den von Robert deNiro gespielten Mafiaboss fragt, warum er für Oralsex eine Geliebte hat und das nicht mit seiner Frau macht. Darauf er „Pfui, solche Sachen mache ich nicht mit meiner Frau. Das ist der Mund, mit dem sie meine Kinder küsst.“

        Gerade sehr traditionelle Männer wollen keine von ihnen so deklarierte „Hure“ als Ehefrau. Als Geliebte, ja. Aber als Ehefrau muss es dann meist schon die Heilige sein. Frauen sind aber weder das eine noch das andere.

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      9. Ich bezweifle nicht, dass es diese Spaltungen gibt. Du machst sie aber zum Standard, und das halte ich für unzutreffend. Auch Frauen wollen eine Kombination aus „bad boy“ und „nice guy“. Und gerade die Widersprüchlichkeiten holy/whore und bad/nice begründen einige Probleme und Unmöglichkeiten. (Sieh dir mal die Faszination um Shades of Grey an.)

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      10. „(Sieh dir mal die Faszination um Shades of Grey an.) “

        Die v. a. Frauen teilen. Ich denke, die wenigsten Frauen wollen eine Heilige oder eine Hure sein. Und vielleicht hat die Protagonistin in Shades of grey etwas von beidem in sich. Es ist eigentlich eine typische Schmonzette wie in „Ritter der liebe“ etc, nur mit etwas SM. Aber tatsächlich denke ich, dass auch diese Schmonzetten so viel Erfolg haben, weil sie Frauen in keine der beiden Extrempositionen einteilen.

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      11. „Die v. a. Frauen teilen. Ich denke, die wenigsten Frauen wollen eine Heilige oder eine Hure sein. Und vielleicht hat die Protagonistin in Shades of grey etwas von beidem in sich. Es ist eigentlich eine typische Schmonzette wie in “Ritter der liebe” etc, nur mit etwas SM. Aber tatsächlich denke ich, dass auch diese Schmonzetten so viel Erfolg haben, weil sie Frauen in keine der beiden Extrempositionen einteilen.“

        Das deckt sich gänzlich mit der Auffassung, die ich vertreten habe. Etwas von beidem.

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      12. Ja, aber das ist nicht das Idealbild der meisten Männer. Und auch viele Frauen schließen sich dem „Heilige und Hure“-Denken an (ist auch eine bequeme Möglichkeit, sich selbst über andere Frauen zu erheben).

        Unter einem Artikel zum Fall Tiziana z. B. schrieb ein User „Das War professionel, nicht irgend ein sextape der heimlich gedreht wurde. Sie schaute in die camera und spielte wie eine pornodarstellerin. Niemand zwang sie das Video zu drehen oder zu verschicken.“.

        Das ist genau, was ich meine. Mitleid gibt es allerhöchstens noch für ein „geheim“ aufgenommenes Video (wenn überhaupt). Ansonsten findet man es völlig in Ordnung, wenn jemand zu Grunde gerichtet wird wegen „schlampigem“ Verhalten.

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      13. Es gibt einen relativ neuen Film mit Cameron Diaz und einem Typen von How I Met Your Mother. Da geht es um ein Sextape (wahrscheinlich heißt er auch so). Das Bestehen des Films dürfte gewissen Aufschluss bieten.

        Du solltest grundsätzlich in Rechnung stellen, das wir in keiner netten Fabelwelt leben. Fraglos bietet so etwas Angriffsfläche. Das tut allerdings auch schlechter Gesang. Ich sehe Sextapes unter Berücksichtigung dessen nicht mehr als derart verwerflich eingestuft. Das bedeutet nicht, dass es für die „Darstellerin“ (ihres eigenen sexuellen Wesens) nicht sehr verletzend sein kann. Dabei lege ich den Schwerpunkt aber auf das Hinwegsetzen über den eigenen Willen (jemand anderes entblößt dich, und vor Menschen, die du nicht ausgewählt hast).

        Wenn ich die Verbreitung von Pornographie beachte, und die Werbung für Sex-Toys (besonders an Frauen gerichtet, auf normalen Privatsendern, und am frühen Abend – etwa Amorelie, ProSieben) ergibt sich mir ein anderes Bild. Auch dass sich die Werbung für Sex-Toys an Frauen richtet, ist ein Indiz für deren verspieltere, schönere sexuelle Natur. Ich stelle das neben die (größere) Akzeptanz für weibliche Bi- und Homsexualität gegenüber männlicher.

        Ich würde vorsichtig sagen, Sextapes alleine sind grundsätzlich vernichtendes Urteil. Es muss noch etwas hinzu kommen, etwa besondere Feindseligkeit, und ein besonderer (sozialer und normativer) Kreis.

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  4. „Die größte Gefahr für echte Opfer sind Falschbeschuldigerinnen.„

    Ich sehe es anders, für Herr Kachelmann sind Falschbeschuldigerinnen, die größte Gefahr! Ich kann es verstehen.

    Was er ansonsten zu echten Opfern gesagt hat, lasse ich mal dahingestellt, da ich finde, dass er keine Ahnung hat und sich auf dem Gebiet vielleicht zurückhaltender äußern sollte.

    …………..

    Es existiert ein Zitat von Ihnen: „Nach allem, was ich erlebt habe, vermeide ich jede Situation, in der ich alleine mit einer unbekannten Frau bin, Aufzug, Straße, Räume, wo auch immer.“

    Ja, das habe ich mal so formuliert.

    Haben Sie Angst, Frauen, die allein mit Ihnen sind, könnten sich die Bluse aufreißen und hinterher tränenblind ins Fernsehstudio rennen?

    Quatsch. Aber ja, ich achte schon auf bestimmte Verhaltensweisen. Ich im Aufzug, der hält, Frau will rein, bedeutet: ich raus. Ich lasse die Türen offen, wenn ich mich mit einer Frau in einem Zimmer aufhalte. Aber das ist anderswo, zum Beispiel in den USA, längst selbstverständlich. Sicher ist sicher, wie gesagt: Es gibt auch Verbrecherinnen.

    http://www.stern.de/lifestyle/leute/joerg-kachelmann—ich-wollte-kaempfen–nicht-um-gnade-winseln–7098570.html

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  5. „Tatsächlich aber ist es doch so, dass gesellschaftlich eine Frau, die als Falschbeschuldigerin gilt, ebenso geächtet wird, wie ein Mann, der als Vergewaltiger gilt.“

    Das sehe ich bei weitem nicht so. Ein verurteilter Vergewaltiger hat niemanden mehr in der Öffentlichkeit, der sich über das Urteil aufregt und über die Justiz schimpft – er wird allgemein geächtet. Eine verurteilte Falschbeschuldigerin wie Gin-Lisa hat immer noch haufenweise Menschen auf ihrer Seite, die über die Justiz schimpfen.
    Damit möchte ich nicht sagen, dass eine Falschbeschuldigung völlig ohne Risiko möglich ist, aber aufzeigen, dass es im gesellschaftlichen Ansehen eben doch einen großen Unterschied gibt.

    „Ah?! Das wäre in etwa so, als würde man behaupten „Die größte Gefahr für falschbeschuldigte Männer sind Männer, die vergewaltigen. Nicht die Falschbeschuldiger/innen an sich, sondern die Vergewaltiger“.“

    Ein bisschen ist da auch was dran, muss man zugeben – nicht größte Gefahr, aber es spielt durchaus mit hinein. Wenn es keine Männer gäbe, die vergewaltigen, dann wäre die Gefahr hier falsch verurteilt zu werden natürlich geringer.
    Und wenn es keine Frauen gäbe, die Männer fälschlicherweise einer Vergewaltigung bezichtigen wäre die Chance, dass einem echten Vergewaltigungsopfer geglaubt wird natürlich viel größer.

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    1. „Eine verurteilte Falschbeschuldigerin wie Gina-Lisa hat immer noch haufenweise Menschen auf ihrer Seite, die über die Justiz schimpfen.“

      Der Fall Gina-Lisa ist halt sehr speziell, da das zuerst bekannt gewordenen Video tatsächlich wie eine Vergewaltigung aussieht. Aber wenn Du dir mal Kachelmanns Ex ansiehst oder auch die Frau bei Horst Arnold, da ist auch alles futsch: Ruf, Job, Geld, im zweiten Fall auch Freiheit, es gab Drohungen samt Veröffentlichung der Adresse (das sogar noch im laufenden Prozess). Das ist doch nicht risikolos.

      Und andererseits haben verurteilte Vergewaltiger, z. B. wenn ein Justizirrtum vermutet wird (wie es eben Gina-Lisas Unterstützer auch tun) auch ihre Fans. Polanski hat haufenweise Fans. Mike Tyson ebenfalls.

      Übrigens finde ich, dass gerade im Fall Gina-Lisa mit zweierlei Maß gemessen wird. Dieselben Leute, die sich darüber aufregen, dass sie „nur“ eine Geldstrafe bekommen hat, nicken die Geldstrafe (die in einem Fall noch nicht einmal gezahlt wurde) gegen die Männer, die das Video ins Netz gestellt haben, wohlwollend durch. Begründung: Vernichtung der sozialen Existenz. Dass ein Sextape oder auch nur ein Nacktbild die Existenz einer Frau ebenfalls ruinieren kann (erinnert sich noch jemand an diesen Fall), fällt keinem auf und man findet deshalb offenbar eine eher geringe Geldstrafe in so einem Fall völlig angebracht.

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      1. „Der Fall Gina-Lisa ist halt sehr speziell, da das zuerst bekannt gewordenen Video tatsächlich wie eine Vergewaltigung aussieht. Aber wenn Du dir mal Kachelmanns Ex ansiehst oder auch die Frau bei Horst Arnold, da ist auch alles futsch“

        Da sie erwiesenermaßen falschbeschuldigt haben. Dass sie überführt wurden, scheint eher auf eigener Unfähigkeit zu beruhen, als auf einem inhärenten, unumgänglichen Risiko.

        Gina-Lisa findet sich übrigens im einem massentauglichen Programm, es sind also nicht lediglich Exzentriker, die sich an ihr nicht stören; und Zeit für Rehabilitation ist auch noch kaum verlaufen.

        Deine Meinung zu angemessener Strafe finde ich interessant. Warum sollte respektloses Verhalten eine Geldstrafe angemessen werden lassen? (Hätte sie zugegeben, wäre vieles für sie, am Rande bemerkt, vermeidbar gewesen.) Wäre ihren Behauptungen Glaube geschenkt worden, hätte sie womöglich Freiheitsstrafen bewirkt.

        Zu deinem Exkurs, mich interessiert die Einschätzung. Ich hätte kein Problem damit, eine Frau einzustellen, oder mit ihr zusammenzuarbeiten, nur weil sie Sex auf Video aufgenommen hat. Verurteilen (andere) Frauen das mehr, hat es einen gesellschaftlichen Wandel gegeben, oder ist meine Haltung selten?

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      2. „Warum sollte respektloses Verhalten eine Geldstrafe angemessen werden lassen?“ Weil es sich damit mehr in Richtung eines Grenzfalles bewegt.

        „oder ist meine Haltung selten?“

        Dies. Und würdest du sie auch einfach so als Kollegin sehen können? Oder hättest du doch das Sextape vor Augen? Eine Pornodarstellerin war neulich so ehrlich, darzustellen, was eine Vergangenheit als Pornodarstellerin bedeutet. So ungefähr darfst du dir das auch vorstellen, wenn ein Sextape auftaucht oder auch nur Nacktbilder. Ich kann mir zu 99% sicher sein, dass mein Leben, gerade in meinem eher konservativen Umfeld, ziemlich vorbei wäre, wenn so etwas aufkommen würde. Aber selbst wenn nicht: Wenn dich ein Chef dann gerade darum einstellt, weil er denkt, Du wärst leicht zu haben, dann ist das ganz genauso schlimm.

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      3. „Weil es sich damit mehr in Richtung eines Grenzfalles bewegt.“

        Bemerkenswert. Geht das in die Richtung „er hat mich schlecht behandelt, also übe ich Vergeltung“?

        Ich sehe Frauen nicht asexuell. Ein Sextape ändert kaum etwas. Natürlich sind Frauen sexuelle Wesen, und kaum jemand ist „unschuldig“. Frauen kommt sogar ein weiblicher Bonus zu Gute; Empfindsamkeit, Sanftheit, Schönheit… von manchen als „women are wonderful“ effect bezeichnet (Eagly; siehe auch „benevolent sexism“). Ich halte Männer für verwerflicher, zumindest auf emotioaler Ebene. (Geistig ist mir bewusst, dass Frauen keine wandelnden, erhabenen Engel sind.) Dementsprechend geht ein Sextape für mich eher zu Lasten eines Mannes, wenn überhaupt.

        Sex work (ich verwende unter Umständen den Begriff „Prostitution“) ist für mich ziemlich legitim. (Auf gesetzlicher Ebene sind Verbote gänzlich unangemessen. Wobei aber wiederum gilt, dass Eigentum das Recht gibt zu bestimmen, was auf diesem passiert. In Verbindung mit Vertragsfreiheit dürfte eine Nachbarschaft („home owners‘ association“ auf dem Gebiet Prostitution untersagen, wie anderes auch). Moralisch, im Stil, und dergleichen mehr, sehe ich auch hier Männer kritischer.

        Mit der Einstellung – Beruf – liegst du falsch. Wenn sie eingestellt ist, kann sie vermitteln, dass sie nicht leicht zu haben ist. Übrigens ist es ein Unterschied, ob jemand ein Video für einen begrenzen Kreis aufnimmt, oder es für die Öffentlichkeit bestimmt. (Wiederum hat es ihr rechtlich frei zu stehen. Allerdings dürfen andere sie deswegen ablehnen. Kulturell hat die Frage gewisse Komplexität. Sie berührt unter anderem Monogamie. Und Sex ist naturgemäß eng verbunden mit Macht und Begehren.)

        Meine Einschätzung ist, dass männliche Sexualität gegenüber weiblicher als schlechter angesehen wird.

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      4. Bemerkenswert. Geht das in die Richtung „er hat mich schlecht behandelt, also übe ich Vergeltung“?

        Nein. Das geht in Richtung „Graufeld“. Eine falsche Verdächtigung muss „wider besseres Wissen“ erfolgen. Das bedeutet, es muss bewusst gelogen werden. Das ist also im Falle von „respektlosem Sex“ so eine Sache. Du kannst so etwas immer anzeigen, wenn du bei der Wahrheit bleibst und es wird dann um Nuancen gehen, ob es sich bereits um eine Nötigung handelt oder nicht. Die Frage ist nur, ob es Erfolg hat. Aber wenn Du wahrheitsgemäß schilderst, ist das selbstverständlich keine Straftat. Die Frage ist also, ob und inwieweit gelogen wird. Ich habe bei GL Lohfink immer noch nicht ganz verstanden, wo sie gelogen hat. Das war aus der Presse nicht zu entnehmen.

        „Meine Einschätzung ist, dass männliche Sexualität gegenüber weiblicher als schlechter angesehen wird. “

        Bei Männern gibt es keine Unterscheidung zwischen „Heiliger und Hure“. Das ist ein Riesenvorteil. Sexuell aktive Frauen gelten schnell als Schlampe.

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      5. „Bei Männern gibt es keine Unterscheidung zwischen “Heiliger und Hure”. Das ist ein Riesenvorteil.“

        Zu simplistisch [einfältigerweise kritisiert das Rechtschreibprogramm das… ebenso wie „einfältigerweise“]. Du übersiehst, dass es bei Männern damit keine Heiligen gibt.

        Am Rande bemerkt scheinst du dazu zu neigen, dass man Frauen beim Sex wie Heilige behandeln soll. Kommt dir in den Sinn, dass der Konflikt zwischen Heiliger und Hure in Menschen selbst angelegt ist? Daraus entspringen einige Probleme — äußere, „soziale“ Konflikte, insbesondere im Laufe der Zeit. Wenn eine Frau sich in einem Moment als Hure gesehen hat, und etwa behandelt werden wollte, wie es eine solche „verdient“, sie dieses Gefühl aber später verliert, wird sie die Begegnung – den respektlosen Sex – ganz anders einschätzen.

        Das hier mag lesenswert sein: http://bridgemi.com/2017/01/sex-assault-and-the-college-male/

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      6. „Zu simplistisch [einfältigerweise kritisiert das Rechtschreibprogramm das… ebenso wie „einfältigerweise“]. Du übersiehst, dass es bei Männern damit keine Heiligen gibt.“

        Und das ist ein Glück. Idealisiert zu werden auf eine bestimmte Rolle hin ist nicht schön.

        „Am Rande bemerkt scheinst du dazu zu neigen, dass man Frauen beim Sex wie Heilige behandeln soll.“

        Nein. Wie Menschen. Ganz einfach.Frauen sind weder Heilige noch Huren.

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      7. Du siehst mehreres falsch. Zum einen sind es nicht derart enge „Rollen“. Zum anderen gibt es viele „überirrdische“/transzendentale/heilige Momente und Wesenszüge. Eine Mutter mit ihrem Baby ist oft solches. Was nicht bedeutet, dass es dort keine dunklen oder auch nur keine unangenehmen Dinge gibt. Darüberhinaus, nochmal: es handelt sich um Überbetonungen. Und trotzdem streben wir nach dem Besonderen.

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      8. „Eine Mutter mit ihrem Baby ist oft solches.“

        Die Mutter mit Baby ist auch nur ein Mensch. Ich fand es schon als Schwangere immer total furchtbar, wenn einige Männer (manchmal auch Frauen), das derart glorifiziert haben. Das setzt einen unter enormen Druck.

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      9. Schönheit ist auch nur menschlich. Eine berührende Stimme ist auch nur menschlich. Kunst ist nur menschlich. Zärtlichkeit ist nur menschlich. Hingabe ist nur menschlich. Dennoch ist das alles mehr als „nur menschlich“. Das ist keine Glorifizierung. Es ist Wertschätzung. Findest du das falsch?

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      10. Es ist anstregend. Beinahe jedem Kompliment wohnt etwas anstrengendes inne, für den der es erhält. Sowohl weil es sich um eine Leistung handelt, als auch weil vieles vergänglich ist, und weil es um etwas bestimmtes geht.

        Persönlich würde ich Perfektion nicht zum Standard erheben. Perfekte Momente sind trotzdem – gerade dann – nennenswert, und wertvoll. Auch eine Mom ist nicht perfekt. Sie hat aber perfekte Momente.

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    2. @Margret:
      „Das ist doch nicht risikolos.“

      Ich habe nirgendwo geschrieben, das sei risikolos. Ich bin lediglich der Meinung, dass die Folgen nicht so stark sind wie die für einen verurteilten Vergewaltiger.

      „Und andererseits haben verurteilte Vergewaltiger, z. B. wenn ein Justizirrtum vermutet wird (wie es eben Gina-Lisas Unterstützer auch tun) auch ihre Fans. Polanski hat haufenweise Fans. Mike Tyson ebenfalls.“

      Fans vielleicht. Aber welche Medien haben sich in Deutschland noch auf die Seite eines Vergewaltigers gestellt? Und welche Medien und öffentliche Personen haben sich auf die Seite der Falschbeschuldigerin Gina-Lisa gestellt? Ich sehe da erhebliche Unterschiede.

      „Übrigens finde ich, dass gerade im Fall Gina-Lisa mit zweierlei Maß gemessen wird. Dieselben Leute, die sich darüber aufregen, dass sie „nur“ eine Geldstrafe bekommen hat, nicken die Geldstrafe (die in einem Fall noch nicht einmal gezahlt wurde) gegen die Männer, die das Video ins Netz gestellt haben, wohlwollend durch.“

      Das hat doch nichts mit zweierlei Maß zu tun. Es handelt sich um völlig unterschiedliche Straftaten. Ich kann die Strafe für eine Straftat als zu gering ansehen (was ich bei Gina-Lisa auch denke) und gleichzeitig die Strafe für eine andere Straftat als gerechtfertigt sehen – da besteht nicht der Zusammenhang, den du versuchst herzustellen.
      Die folgen einer falschen Verdächtigung können viel stärker, nämlich bis hin zur Freiheitsberaubung (Gefängnis) gehen. Die folgen eines illegal hochgeladenen Sextapes liegen VIELLEICHT in einem schlechten Ruf und sozialem Ausschluss, aber es kommt eben nicht noch eine Freiheitsberaubung hinzu.
      Gina-Lisa wurde geringer bestraft als derjenige, der das Video hochgeladen hat und das finde ich eben nicht angemessen.

      „So ungefähr darfst du dir das auch vorstellen, wenn ein Sextape auftaucht oder auch nur Nacktbilder. Ich kann mir zu 99% sicher sein, dass mein Leben, gerade in meinem eher konservativen Umfeld, ziemlich vorbei wäre, wenn so etwas aufkommen würde“

      Ich kenne dein Umfeld nicht, denke aber, das ist eher die Ausnahme. Es ist immernoch ein Unterschied, ob man freiwillig Pornos dreht oder unfreiwillig gefilmt wird. Wenn ein unfreiwilliges Sextape ins Netz gelangt, so haben die meisten Menschen doch eher Mitleid, sollten sie die Person kennen.
      Und dass man sich Menschen, die man mal beim Sex gesehen hat, sich immer so vorstellt, halte ich auch für ziemlich weit hergeholt. Wäre es sonst nicht so, dass man diejenigen, mit denen man selbst mal geschlafen hat nur noch unter dem Aspekt betrachten könnte – das fände ich persönlich ziemlich merkwürdig.
      Was erotische Bilder im Netz angeht: Die einzige Person, die das bei mir nicht so toll fand, war meine Oma. Der Rest der Menschen interessiert sich nicht dafür oder findet meine Bilder toll. Bisher habe ich bis auf das eine Beispiel keine negativen Erfahrungen deswegen gemacht…

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      1. „Fans vielleicht. Aber welche Medien haben sich in Deutschland noch auf die Seite eines Vergewaltigers gestellt? Und welche Medien und öffentliche Personen haben sich auf die Seite der Falschbeschuldigerin Gina-Lisa gestellt? Ich sehe da erhebliche Unterschiede.“

        Auf Seiten Polanskis standen recht viele Prominente und es gab auch wohlwollende Kommentare. Mike Tyson konnte sich in vielen Interviews darstellen. Und im Übrigen sind klassische Medien in Zeiten des www auch nicht einflussreicher als Blogs und Kommentare.

        „Das hat doch nichts mit zweierlei Maß zu tun. Es handelt sich um völlig unterschiedliche Straftaten.“

        Wir sprachen über die sozialen Auswirkungen. Die sind ähnlich. Warum denkst Du denn, kommt es fast schon regelmäßig zu Selbstmorden im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Nacktbildern oder Sextapes?

        „Ich kann die Strafe für eine Straftat als zu gering ansehen (was ich bei Gina-Lisa auch denke) und gleichzeitig die Strafe für eine andere Straftat als gerechtfertigt sehen – da besteht nicht der Zusammenhang, den du versuchst herzustellen.“

        Doch. Wenn es um den „sozialen Tod“ geht, kann ich nicht im einen Fall damit argumentieren (Strafe muss hoch sein, weil „hohe soziale Kosten“) und im anderen Fall nicht, obwohl die sozialen Kosten ebenfalls hoch sind.

        „Die folgen einer falschen Verdächtigung können viel stärker, nämlich bis hin zur Freiheitsberaubung (Gefängnis) gehen. Die folgen eines illegal hochgeladenen Sextapes liegen VIELLEICHT in einem schlechten Ruf und sozialem Ausschluss, aber es kommt eben nicht noch eine Freiheitsberaubung hinzu.“

        Das ist dann, wie von mir bereits mehrfach erwähnt, die juristische Seite. Wenn Du aus dieser Perspektive argumentierst, ja. Wenn Du aber mit den sozialen Folgen argumentierst, handelt es sich um Doppelmoral.

        Miria, ich möchte dich mal was fragen: Warum genau bezeichnest du dich noch als Feministin? Ich sehe das bei dir nicht. Du leugnest und relativierst regelmäßig selbst offensichtlichste Frauenproblematiken. Die z. B. sind im Fall von Veröffentlichung von Nacktbildern ganz klar vorhanden (revenge porn).

        „Gina-Lisa wurde geringer bestraft als derjenige, der das Video hochgeladen hat und das finde ich eben nicht angemessen.“

        Das stimmt nicht. Beide erhielten eine Geldstrafe, bei dem einen der beiden jungen Männer bemühte man sich noch nicht einmal, seinen Aufenthaltsort zu ermitteln, weswegen ihm der Strafbefehl auch nicht zugestellt wurde. Die Männer, die GL Lohfink im Gerichtssaal beleidigten (Schlampe etc.), wurden nicht einmal belangt („da kann man nichts machen“). Du verdrehst die Tatsachen.

        „Ich kenne dein Umfeld nicht, denke aber, das ist eher die Ausnahme.“

        Ich denke, Du bist eher die Ausnahme bzw. sehr naiv in vielen Dingen. Selbst Frauen, die im Bereich Porno Geld verdienen, merken das extrem, sobald sie ins „wahre Leben“ zurückkehren. Siehe Bree Olson.

        „Es ist immernoch ein Unterschied, ob man freiwillig Pornos dreht oder unfreiwillig gefilmt wird. Wenn ein unfreiwilliges Sextape ins Netz gelangt, so haben die meisten Menschen doch eher Mitleid, sollten sie die Person kennen.“

        Die engsten Freunde. Was nützt das, wenn das Video im www verfügbar ist?

        „Was erotische Bilder im Netz angeht: Die einzige Person, die das bei mir nicht so toll fand, war meine Oma.“

        Du hast keine Nacktbilder im Netz. Und zudem hattest Du selbst über negative Folgen im Zusammenhang mit der Prostitutionssache berichtet. Arbeitest du eigentlich? Falls ja, kennen deine Kollegen die Fotos?

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      2. Übrigens war die Frage ernst gemeint. Ich fände es in deinem Fall sehr ehrlich zu sagen „Für mich braucht es keinen Feminismus“. Feminismus bedeutet, sich mit den Problematiken zu beschäftigen, die in einem Leben als Frau auftreten können. Du leugnest alle davon. Ich verstehe wirklich nicht, was das feministische Label für dich bringt. Ich habe ja einen sehr weiten Feminismus-Begriff, der u. a. auch konservative Differenzfeministinnen wie Birgit Kelle miteinschließt. Auch die sieht bestimmte Problemlagen im Leben von Frauen (in ihrem Fall geht es viel um Mutterschaft und Finanzen). Aber bei dir sehe ich da gar nichts davon. Das ist nicht böse gemeint. Aber ich fände es echt ehrlicher, zu sagen, dass Feminismus dir nichts bedeutet, da Du keine speziellen „Frauenprobleme“ erkennen kannst.

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      3. @Margret:
        „Auf Seiten Polanskis standen recht viele Prominente und es gab auch wohlwollende Kommentare. Mike Tyson konnte sich in vielen Interviews darstellen. Und im Übrigen sind klassische Medien in Zeiten des www auch nicht einflussreicher als Blogs und Kommentare.“

        Wie gesagt, ich habe mich mit besagten Fällen nicht detailliert beschäftigt. Wie einflussreich ein Medium ist, hängt natürlich von seiner Reichweite ab, dass da einige Blogs auch mit den klassischen Medien mithalten können, kommt hin. Aber die meisten wohl nicht. Ich denke zum Beispiel nicht, dass Blogs wie die unseren mit irgendeinem größeren Medium vergleichbar sind, was den Einfluss angeht.

        „Wir sprachen über die sozialen Auswirkungen. Die sind ähnlich. Warum denkst Du denn, kommt es fast schon regelmäßig zu Selbstmorden im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Nacktbildern oder Sextapes?“

        Nein, wir sprachen darüber, dass es dich gestört hat, dass dieselben Leute, die sich darüber aufregen, dass sie nur eine Geldstrafe hat, diese bei den beiden Männern, die das Video ins Netz gestellt haben, einfach abnicken. Und da geht es natürlich nicht nur um soziale Auswirkungen, sondern eben um das Strafrecht, welches diese Geldstrafen bewirkt hat.
        Dass es regelmäßig zu Selbstmorden im Zusammenhang mit Nacktbildern kommt, höre ich hier zum ersten Mal, hast du auch Belege dafür? Btw. was bedeutet denn regelmäßig?

        „Doch. Wenn es um den „sozialen Tod“ geht, kann ich nicht im einen Fall damit argumentieren (Strafe muss hoch sein, weil „hohe soziale Kosten“) und im anderen Fall nicht, obwohl die sozialen Kosten ebenfalls hoch sind.“

        Ich habe dir doch im Folgenden geschrieben, warum ich denke, dass die Strafe für eine Falschbeschuldigung hoch sein muss, weil hohe soziale Kosten + mögliche Freiheitsberaubung! Im anderen Fall: hohe soziale Kosten ohne mögliche Freiheitsberaubung!
        Es geht bei Strafzumessung eben nicht nur um soziale Kosten.

        „Das ist dann, wie von mir bereits mehrfach erwähnt, die juristische Seite. Wenn Du aus dieser Perspektive argumentierst, ja. Wenn Du aber mit den sozialen Folgen argumentierst, handelt es sich um Doppelmoral.“

        Ich habe zu keinem Moment nur mit sozialen Folgen argumentiert. Keine Ahnung, warum du dich darauf so versteifst.

        „Miria, ich möchte dich mal was fragen: Warum genau bezeichnest du dich noch als Feministin? Ich sehe das bei dir nicht. Du leugnest und relativierst regelmäßig selbst offensichtlichste Frauenproblematiken. Die z. B. sind im Fall von Veröffentlichung von Nacktbildern ganz klar vorhanden (revenge porn).“

        Warum ich Feministin bin, habe ich schon genug auf meinem Blog geschrieben. Dass ich Frauenprobleme relativiere finde ich ein miese Unterstellung deinerseits! Und wieder versuchst du mir was in den Mund zu legen, was ich nie gesagt bzw. geschrieben habe: Kannst du bitte zitieren, wo ich behauptet hätte, dass ich das Veröffentlichen von Nacktbildern ohne Erlaubnis problemlos finde? Wenn ich sage, ich finde die Strafe für die Menschen, die das Video hochgeladen haben gerechtfertigt, ist das nicht gleichbedeutet damit, dass diese nicht bestraft werden sollten!
        Ich möchte dich bitten, aufzuhören meine Worte zu verdrehen!

        „Das stimmt nicht. Beide erhielten eine Geldstrafe, bei dem einen der beiden jungen Männer bemühte man sich noch nicht einmal, seinen Aufenthaltsort zu ermitteln, weswegen ihm der Strafbefehl auch nicht zugestellt wurde. Die Männer, die GL Lohfink im Gerichtssaal beleidigten (Schlampe etc.), wurden nicht einmal belangt („da kann man nichts machen“). Du verdrehst die Tatsachen.“

        Natürlich stimmt das: Geldstrafe ist nicht gleich Geldstrafe! Die Anzahl der Tagessätze, die Gina Lisa zahlen musste, war geringer als die der jungen Männer. Gina-Lisa wurde zu 80 Tagessätzen verurteilt, die Männer aber zu 120.
        Was Beleidigungen angeht: Das ist ein Antragsdelikt, das heißt sie hätte Anzeige erstatten müssen, hat sie vermutlich nicht. Also schien ihrerseits kein Interesse an der Verfolgung der Beleidigungen. Ob man sich bemüht, den Aufenthaltsort zu ermitteln oder nicht, kannst du vermutlich genauso wenig beurteilen wie ich. Immer wieder flüchten verurteilte Straftäter natürlich, um einer Strafe zu entgehen, aber das ist doch kein Zeichen dafür, dass sie irgendwie bevorteilt behandelt werden.

        „Ich denke, Du bist eher die Ausnahme bzw. sehr naiv in vielen Dingen. Selbst Frauen, die im Bereich Porno Geld verdienen, merken das extrem, sobald sie ins „wahre Leben“ zurückkehren. Siehe Bree Olson.“

        Und da wir beide keine Statistiken haben über das Thema, kann man nicht beurteilen, wie die Mehrheit das jetzt sieht…
        Und wie ich schon schrieb, ist es natürlich ein Unterschied, ob ein Porno freiwillig gedreht wird oder man unfreiwillig gefilmt wurde.

        „Die engsten Freunde. Was nützt das, wenn das Video im www verfügbar ist?“

        Wir sind uns doch sicher einig, dass man sobald man von einem solchen Video erfährt, alles versucht, dass das schnellstmöglich aus dem Netz gelöscht wird. Eben redest du noch von sozialen Problemen und wenn ich dann sage, dass Leute, die einen kennen, doch eher Mitleid haben, meinst du plötzlich, was bringt einem das… Natürlich bringt einem das etwas, wenn man Mitleid bekommst statt verurteilt zu werden (wie du ja ursprünglich meintest).

        „Du hast keine Nacktbilder im Netz.“

        Woher willst du das wissen?

        „Und zudem hattest Du selbst über negative Folgen im Zusammenhang mit der Prostitutionssache berichtet. Arbeitest du eigentlich? Falls ja, kennen deine Kollegen die Fotos?“

        Ich hatte über befürchtete negative Folgen berichtet, ja. Und ich sehe es natürlich als Problem an, dass ein bestimmtes Verhalten von Frauen gesellschaftlich verurteilt wird. Übrigens auch ein Grund, warum ich mich als Feministin bezeichne 😉

        Wenn du nur ab und zu bei mir liest, dann wüsstest du auch, dass ich als Tischlerin arbeite. Ob meine Kollegen meine Fotos kennen? Keine Ahnung, ist mir auch ziemlich egal.

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      4. „Wie gesagt, ich habe mich mit besagten Fällen nicht detailliert beschäftigt. Wie einflussreich ein Medium ist, hängt natürlich von seiner Reichweite ab, dass da einige Blogs auch mit den klassischen Medien mithalten können, kommt hin. Aber die meisten wohl nicht. Ich denke zum Beispiel nicht, dass Blogs wie die unseren mit irgendeinem größeren Medium vergleichbar sind, was den Einfluss angeht.“

        Die meisten großen Onlinemedien haben einen Kommentarbereich, der letztlich ebenso wichtig ist wie die Beiträge darüber.

        „Nein, wir sprachen darüber, dass es dich gestört hat, dass dieselben Leute, die sich darüber aufregen, dass sie nur eine Geldstrafe hat, diese bei den beiden Männern, die das Video ins Netz gestellt haben, einfach abnicken.“

        Und dies im Zusammenhang mit den sozialen Folgen. Genau darum geht es. Wenn man sagt: „Aber die sozialen Folgen“, dann muss man sehen, dass die sozialen Folgen auch bei Veröffentlichung eines Sexvideos groß sind.

        „Dass es regelmäßig zu Selbstmorden im Zusammenhang mit Nacktbildern kommt, höre ich hier zum ersten Mal, hast du auch Belege dafür? Btw. was bedeutet denn regelmäßig?“

        Amanda Todd, Rehtaeh Parsons, Emma Jones, Hope Witsell, Tiziana Cantone, Hope Witsell, Audrie Pott, Daisy Coleman (letztere Suizidversuche). Fälle von jungen Männern gibt es auch, eigentlich immer im Zusammenhang mit Homosexualität (Kenneth Weishuhn, Jöel)

        „Ich habe zu keinem Moment nur mit sozialen Folgen argumentiert. Keine Ahnung, warum du dich darauf so versteifst.“

        Weil es darum in meinem ursprünglichen Beitrag ging.

        „Warum ich Feministin bin, habe ich schon genug auf meinem Blog geschrieben.“

        Wo genau? Dein Beitrag „Feindbild Feministin erhalten“ ist recht nichtssagend. Ich kann da nicht herauslesen, welche frauenspezifischen Probleme Du siehst.

        „Dass ich Frauenprobleme relativiere finde ich ein miese Unterstellung deinerseits!“

        Wie würdest du das denn nennen? „Was erotische Bilder im Netz angeht: Die einzige Person, die das bei mir nicht so toll fand, war meine Oma. Der Rest der Menschen interessiert sich nicht dafür oder findet meine Bilder toll. Bisher habe ich bis auf das eine Beispiel keine negativen Erfahrungen deswegen gemacht…“

        Weil Du keine negativen Erfahrungen gemacht hast, gibt es das nicht? Oder warum hast Du das an dieser Stelle, in diesem Zusammenhang erwähnt?

        Aber gut, Butter bei die Fische. Welche frauenspezifischen Probleme siehst du denn? Wo besteht deiner Meinung nach noch Änderungsbedarf?

        „Natürlich stimmt das: Geldstrafe ist nicht gleich Geldstrafe! Die Anzahl der Tagessätze, die Gina Lisa zahlen musste, war geringer als die der jungen Männer. Gina-Lisa wurde zu 80 Tagessätzen verurteilt, die Männer aber zu 120.“

        Nö. Zu 90 Tagessätzen a 15 Euro. Sie zu 80 a 250 € + Prozesskosten. Und Sebastian C. war angeblich nicht auffindbar und hat gar nichts gezahlt.

        „Was Beleidigungen angeht: Das ist ein Antragsdelikt, das heißt sie hätte Anzeige erstatten müssen, hat sie vermutlich nicht.“

        Die Männer hätten im Gericht sofort festgehalten werden müssen und die Personalien festgestellt. Zumal die Richterin das zuvor angedroht hatte. Ist aber nicht geschehen.

        „Ob man sich bemüht, den Aufenthaltsort zu ermitteln oder nicht, kannst du vermutlich genauso wenig beurteilen wie ich. Immer wieder flüchten verurteilte Straftäter natürlich, um einer Strafe zu entgehen, aber das ist doch kein Zeichen dafür, dass sie irgendwie bevorteilt behandelt werden.“

        Er lebte noch in der Stadt, ging sogar einige Zeit nach Veröffentlichung des Videos noch seiner Tätigkeit als VIP-Betreuer nach. Beim Prozess gegen Frau Lohfink war er dann auch anwesend. Sehr viel Mühe scheint man sich nicht gegeben zu haben.

        „Wir sind uns doch sicher einig, dass man sobald man von einem solchen Video erfährt, alles versucht, dass das schnellstmöglich aus dem Netz gelöscht wird.“

        Das kannst Du vergessen. Hat Tiziana Cantone auch versucht. Was im Netz ist, ist im Netz.

        „Eben redest du noch von sozialen Problemen und wenn ich dann sage, dass Leute, die einen kennen, doch eher Mitleid haben, meinst du plötzlich, was bringt einem das… Natürlich bringt einem das etwas, wenn man Mitleid bekommst statt verurteilt zu werden (wie du ja ursprünglich meintest).“

        Ich sprach von den engsten Freunden. Das soziale Nahfeld besteht nicht nur aus den engsten Freunden, sondern aus Chefs, Kollegen, Kunden, Bekannten, Freuden von Freunden, Eltern von Schulkameraden und Freunden deiner Kinder, Nachbarn …

        „Du hast keine Nacktbilder im Netz.“

        Soweit ich das sehe, sind es nur normale „sexy“ Bilder.

        „Wenn du nur ab und zu bei mir liest, dann wüsstest du auch, dass ich als Tischlerin arbeite.“

        Ich wusste nur, dass das dein Ausbildungsberuf ist. Ob Du auch darin arbeitest, weiß ich nicht. Ich gehe übrigens davon aus, dass Du es merken würdest, wenn deine Kollegen von den Bildern wüssten.

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      5. „Auf Seiten Polanskis standen recht viele Prominente und es gab auch wohlwollende Kommentare. Mike Tyson konnte sich in vielen Interviews darstellen. Und im Übrigen sind klassische Medien in Zeiten des www auch nicht einflussreicher als Blogs und Kommentare.“

        Lies das noch mal, Margret. Findest du es noch überzeugend?

        „Wir sprachen über die sozialen Auswirkungen. Die sind ähnlich. Warum denkst Du denn, kommt es fast schon regelmäßig zu Selbstmorden im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Nacktbildern oder Sextapes?“

        Das erinnert mich an die falschen Zahlen zu Essstörungen. Welche statistischen Werte legst du zu Grunde?

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      6. „Wir sprachen über die sozialen Auswirkungen. Die sind ähnlich. Warum denkst Du denn, kommt es fast schon regelmäßig zu Selbstmorden im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Nacktbildern oder Sextapes?“

        Klar, es ist ein Eindruck aus der medialen Darstellung. Aber Amanda Todd z. B. zog 3 x (!) um und wurde jeweils weitergemobbt. Es kann also nicht nur an ihrem persönlichen Umfeld liegen. Fälle mit männlichen Jugendlichen gab es auch einige, zumeist lautete der Vorwurf da Homosexualität.

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      7. Viel schöner, wenn es von dir kommt, als von Google.

        Das ergibt allerdings kein Persönlichkeitsprofil. Auffällig ist das Alter. (Hast du den Konflikt unter Mädchen bemerkt?)

        Exemplarisch scheint mir eher der Sulkowicz-Fall. Du darfst das aber gerne in Frage stellen. Ich sehe zum einen nämlich das Risiko, dass ich dir nicht richtig zuhöre; zum anderen ist es bedauerlich, wenn wir aneinander vorbeireden, und nachher so gut sind wie vorher.
        https://www.welt.de/vermischtes/article142208729/Angebliches-Vergewaltigungsopfer-dreht-Sex-Video.html

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  6. „Wobei mir bis jetzt das Urteil nicht so klar ist, weil sie offenbar selbst bei der Polizei gar nicht von Vergewaltigung gesprochen hatte.“

    Ist jetzt länger her, aber ich meine jemand hat erzählt dies ginge aus einer iher Aussage hervor, obwohl sie es nicht direkt angezeigt hat. Dadurch war sie dann irgendwie gezwungen es durchzuziehen oder ihre ursprüngliche Aussage zu ändern. Ist aber wie gesagt länger her. also könnte die Sache auch anders liegen.

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  7. Ich habe oben sex toys und Auffassungen weiblicher Sexualität angebracht. Hier netterweise – in Sachen Timing – eine Studie:

    „Women’s sexual desire, agency, and activity have long been stigmatized. In contemporary times, however, adult novelty parties, or gatherings where women can learn about and purchase sex toys or other sensual aids in a group setting, are widespread. The current pervasiveness of novelty parties may be indicative of greater acceptance of women’s sexuality in contemporary Western society. The goal of the present study is to determine whether young people are more accepting of women’s sexuality and desire via their evaluations of women who attend novelty parties relative to more traditional kitchen product parties. In two experiments, U.S. college students read either a novelty party catalog or a kitchen party catalog, and they evaluated hypothetical female attendees of their respective party catalog type across ten total domains. In Experiment 1 (n = 205), novelty party attendees were rated as more vivacious, less traditional, and more insecure than were kitchen party attendees. In Experiment 2 (n = 211), women were harsher than men on novelty party attendees compared to kitchen party attendees in most domains, and men rated novelty party attendees as more masculine than kitchen party attendees, whereas women rated novelty party attendees as less masculine and feminine than kitchen party attendees. Applied and social implications of the present results are discussed, highlighting ways to improve perceptions of women’s sexual desires and pleasure.“ – http://link.springer.com/article/10.1007/s11199-017-0737-z (2017)

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