„Ich bin bi – hihi“ – Warum ich verstehen kann, dass uns lesbische Frauen oft nicht leiden können

Ich sag es gleich zu Anfang: Der Artikel wird bitterböse und stellenweise gemein. Mea Culpa.

Aber beginnen wir ganz von vorn: Kürzlich hat sich eine gute Bekannte vor mir geoutet. Für mich war die Frage, wen sie liebt, selbstverständlich kein großes Thema (zumal es mir ohnehin schon länger klar gewesen war). Es stellte sich aber heraus, dass sie große Angst gehabt hatte, mir von ihrer Freundin zu erzählen, da ich religiös bin und religiöse Menschen oft schon negativ reagiert hatten. Konnte ich verstehen. Sie war dann sehr erleichtert, dass ich positiv reagiert habe.

Und ich überlegte kurz, ob jetzt vielleicht der Zeitpunkt gekommen wäre, mich ebenfalls zu outen. Soldidarisch. Um ihr zu vermitteln, dass sie von mir nichts zu befürchten hat. Ich hab’s dann gelassen. Grund: Das grottenschlechte Image von bisexuellen Frauen bei lesbischen Frauen.

So wie sie Angst hatte, dass ich sie gleich mit Weihwasser besprenkle und „Weiche von mir, Satan“ schreie (nein, nicht wirklich, aber ihr wisst, was ich meine), hatte ich Angst, dass sie stante pede einen halben Meter zurückspringt und sich nie wieder meldet, weil sie befürchtet, dass ich ihr einen Dreier aufdrängen will.

Denn das Problem sind … sie. Also die Dreier-Bis.

Dreier-Bis sind Frauen, die noch nie eine Beziehung mit einer Frau hatten, noch nie in eine verliebt waren und das auch gar nicht wollen („Irgendwie stand ich schonmal bissel auf meine BF, so rein optisch – hihihi“). Sie haben ausschließlich Beziehungen mit Männern. Warum sie sich trotzdem bi nennen (aber bloß nicht zuviel!)? Weil sie Dreier „irgendwie schick“ finden. Ab und an rennen sie dann noch auf ebenso todschicke „Bi-Partys“. Wer sich nun fragt, was genau das sein soll, der lese gerne hier nach. Jup. Der fleischgewordene Hetero-Mainstream-Porno-Traum. Lauter geile wilde Weiber, natürlich allesamt ganz wunderherrlich und eigentlich doch hetero und in festen Beziehungen mit Männern und so, aber schon auch irgendwie bi, nur so im sexuellen Sinne und nur so bisschen, bloß nicht zuviel, versteht sich, und alle mit mindestens C-Körbchen und so, die gemeinsam mal die Sau rauslassen – mit Vibrator und Strapsen etc. (wird das eigentlich gleich live ins Netz übertragen?).Der geneigte Leser fragt sich, ob da irgendeine(r) deutlich zuviel Beate Uhse Pornos gesehen hat. Aber lassen wir das.

Dreier-Bis flöten Sätze wie „Ich will mal meine lesbische Seite entdecken“. Ihre Motivation bewegt sich irgendwo zwischen „Mein Freund findets geil“ und „Mein Mann wird eifersüchtig, wenn ich mit nem Kerl fremdgehe, aber bei einer Frau steht er drauf („Darf er mal zugucken?“)“.

Dreier-Bis sind sich nicht zu blöd, lesbische Frauen nach einem Dreier zu fragen oder zumindest nach besagtem“Zugucken“ („Das wär ja dann schon eher mit mir, er hält sich dann mehr im Hintergrund“).

Dreier-Bis denken, bi zu sein, besteht hauptsächlich darin, es unbedingt mit einem Mann und einer Frau gleichzeitig treiben zu wollen. In ihrer Vorstellungswelt gibt es gar keine Bisexuellen, die nicht auf Dreier stehen („Aber dann bist Du doch nicht bi!“).

Sie sagen verständnisvolle (*hust*) Sätze wie „Wenn ich sie (also Frauen, Anm. der Redaktion^^) anspreche, haben viele das Gefühl, nur für einen Dreier benutzt zu werden. Natürlich wünsche ich mir Dreier, aber alle sollen daran Spaß haben.“ (Quelle)

Bis vor kurzem fanden die meisten Dreier-Bis Lesbensex noch „irgendwie eklig“, aber seit sie regelmäßiger Pornos gucken, haben sie verstanden, dass das grad in sein muss.

Einer persönlichen Feldstudie zufolge sind Dreier-Bis nahezu deckungsgleich mit der Gruppe Frauen, die noch vor ein paar Jahren bei Second Hand laustark „Igitt“ brüllten, es aber total cool finden, seit „Vintage“ draufsteht. Vermutlich würden sie sich auch eine grünkarierte Tennissocke auf den Kopf setzen, wenn’s angesagt wäre.

Mit anderen Worten: Dreier-Bis sind unglaublich nervig. Und unglaublich laut. Und unglaublich lästig. Und der Grund dafür, warum viele Bis sich Homosexuellen gegenüber gar nicht mehr outen wollen. Wer will schon ernsthaft mit denen (also den Dreier-Bis) verwechselt werden?

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56 Gedanken zu “„Ich bin bi – hihi“ – Warum ich verstehen kann, dass uns lesbische Frauen oft nicht leiden können

  1. Mal ne Frage: Wo triffst du solche Leute überhaupt? Ich hatte bisher eher den Eindruck, dieses Möchtegern-Bisexuell-Getue wäre etwas, womit nur (weibliche) Pop- und Hollywoodstars kokettieren. In den Medien nennt man so etwas „Bisexual-Chick“. Bei den Männern kommt das natürlich sehr gut an, denn es gibt nur wenige Hete-Männlein, die nicht von einem FFM-Dreier träumen. Und natürlich soll die Frau nur soweit bisexuell sein, dass sie feuchte Männerträume wahr werden lässt; aber keineswegs darf das alles irgendwie zu lesbisch rüberkommen.

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  2. Nettes Umfeld hast du. Erscheint es dir konservativ?

    „Und ich überlegte kurz, ob jetzt vielleicht der Zeitpunkt gekommen wäre, mich ebenfalls zu outen. Soldidarisch. Um ihr zu vermitteln, dass sie von mir nichts zu befürchten hat. Ich hab’s dann gelassen. Grund: Das grottenschlechte Image von bisexuellen Frauen bei lesbischen Frauen.“
    Mehrere Gründe sprechen dafür, dich zu outen. Beachte, dass sie erst seit kurzem „lesbisch ist“. Warum machst du keinen guten Eindruck als „Dreier-abgeneigte Bi“, solange ihre Erfahrungen noch nicht zu negativ und formbarer sind?

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      1. Genau der richtige Grad. Außerdem bist du charmant. Du hast sogar einen gewissen Tiefgang, weshalb man von dir nur… „ernsthafte“ Dreier erwartet. Und die Konstellation ist interessant. Mach es.

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      2. Es war keine Aufforderung zu einem. Schlicht die Darstellung dessen, dass man/sie dich kaum für ein „hihi“-Mädchen halten wird. Ob dir das klar war? Womöglich wolltest du weitgehend nur über „hihi“-Mädchen schreiben, mit Hilfe eines Kontrasts, und einem persönlichen Touch. Mir hat es zugesagt.

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  3. Das hängt vielleicht mit einem gesteigerten Geltungsdrang zusammen. Um besonders interessant zu erscheinen, geben sie sich gern selbst den Touch eines besonders experimentierfreudigen und frivolen Luders. „Guck mal wie toll und sexy ich bin. Nicht so langweilig und frigide wie die anderen“. Kann man machen. Wenn man nichts anderes interessantes zu bieten hat, finde ich das allerdings eher bedauernswert. Naja, soll halt jeder machen wie er will.

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  4. Hmmm… ich frag mich aber, warum „Dreier-Bis“ irgendwie falsch sein sollen. Sollten nicht – wenn schon erotisch liberal – alle Formen der Lust, die niemandem schaden, gleichermaßen akzeptiert sein?
    Den von dir verlinkten Artikel hab ich gelesen. Es ist ein reiner Frauen-Event, also nix mit Dreiern. Zur Geschichte steht da:

    „Die Gründerin und Geschäftspartnerin von Renee, Geneviève LeJeune, besuchte mit ihrem damaligen Freund erotische Partys in London. Dort bekam sie das Gefühl, dass sich viele der anwesenden Damen nicht wohl fühlen und nur die Lust der Partner befriedigen wollen. “

    Also ein Event, der dazu da ist, als Frau ganz ungestört von männlichen Erwartungen feuchte Träume „mit Frauen“ auszutesten – ja hey, warum denn nicht? Ich finde es schade, dass sexuell anders Orientierte, die in den letzten Jahrzehnten gegen Diskriminierung durch den Mainstream erfolgreich gekämpft haben, nun selber „anders Orientierte“ diskriminieren – und ganz ohne Not!

    Wenn einzelne Personen sich übergriffig verhalten, ist das m.E. noch kein Grund, alle über einen Kamm zu scheren. Das gibts nämlich bei allen.

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    1. Da geht es um Frauen, die ausschließlich Beziehungen mit Männern haben (wird auch im Artikel so dargestellt) und nur gelegentlichen Sex mit Frauen wollen. Warum die sich „bi“ nennen, ist mir völlig unklar. Bi zu sein, bedeutet mehr, als irgendwie irgendwann eventuell auch mal mit Frauen zu schlafen (weil Männer das scharf finden?). Bisexualität bedeutet, dass ich mich zu Menschen beiderlei Geschlechts hingezogen fühle, auch Beziehungen mit ihnen will und mich verliebe. Das ist alles nicht der Fall. Keine von denen hat oder will je eine Beziehung mit einer Frau. Warum dann also bi? Das Wort passt da nicht. Die Party selbst wird so derart überzogen Mainstream-Porno-mäßig dargestellt, dass ich mich echt frage, ob das real sein kann oder nicht doch nur das Drehbuch für „feuchte Frauen vögeln wild“ von Beate Uhse ist.
      Sie können sowas gerne machen, wenn es ihnen Spaß macht – ich hab aber ein Problem damit, wenn diese Art von angeblicher Bisexualität dann als „so sind Bisxuelle“ gehandelt wird. Ich kann gut verstehen, wenn Frauen sich ausgenutzt fühlen, wenn sie von solchen „Bisexuellen“, die niemals eine Beziehung mit einer Frau hatten oder haben wollen, wie im Artikel beschrieben, nur für einen Dreier angesprochen werden. Ich finde Dreier-Bis extrem diskriminierend. Sie wollen ab und an mal mit Frauen vögeln, weil es irgendwie schick ist, sie schließen sie aber als Partnerin aus (bloß nicht zu lesbisch rüberkommen). An sich sind das heterosexuelle Frauen, die ab und an mal mit einer Frau vögeln wollen – am liebsten im Dreier, das gibt die Autorin sogar zu (und am liebsten, weil der Partner das cool findet?). Dann wäre es sinnvoll, sich halt auch so zu benennen.

      „ich frag mich aber, warum „Dreier-Bis“ irgendwie falsch sein sollen“ Falsch ist v . a. die Bennenung. Und ich gebe offen zu, dass ich sie obernervig finde.

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      1. @Margret: „Bi zu sein, bedeutet mehr, als irgendwie irgendwann eventuell auch mal mit Frauen zu schlafen (weil Männer das scharf finden?). Bisexualität bedeutet, dass ich mich zu Menschen beiderlei Geschlechts hingezogen fühle, auch Beziehungen mit ihnen will und mich verliebe.“

        Gut gemacht, Ms. Berlin. Das erinnert in der Tat daran, männlich und weiblich strikt „binär“ zu definieren — nicht sonderlich inklusiv. (Übrigens ist das ein Klassiker, besonders amüsant wenn LGBT* bestimmte Homosexuelle ausschließen: http://reason.com/blog/2016/03/22/lgbt-student-activist-group-says-gay-men) Du magst es in Abrede stellen, aber derartiges Verhalten ist bi-*sexuell*, wenn auch nicht bi-liebig. (Ich erinnere dich darübe hinaus daran, dass ich „sexual fluidity“ schonmal angesprochen habe.)

        Hier, noch exakter treffend: http://www.thedailybeast.com/articles/2016/01/03/are-bisexuals-shut-out-of-the-lgbt-club.html

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      2. „Das erinnert in der Tat daran, männlich und weiblich strikt „binär“ zu definieren“

        Nein. Aber die entsprechenden Personen schließen Frauen (und auch Transgender) meist kategorisch als Partner außerhalb eines Dreiers oder im Höchstfall einer Kurzaffäre aus. Das hat mit Bisexualität nicht mehr viel zu tun, sondern ist eher eine Möglichkeit, Träume des Partners zu erfüllen oder aber „legal“ quasi „mit Segen“ des Partners fremdzugehen.

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      3. Mit einer Frau und einem Mann – sei es zugleich, oder im Abstand von Jahren – Sex zu haben hat mit Bisexualität nicht viel zu tun? Das gilt nur, wenn du eine bestimmte Form von Zuneigung forderst. Das allerdings, wäre deine Definition. Sollte diese für andere gelten? — Sollte meine Definition von Weiblichkeit für andere gelten?

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    2. VOR ALLEM aber nervt mich ihre Einstellung zu Bisexuellen. In deren Vorstellungswelt gibt’s gar keine Bisexuellen, die nicht auf Dreier stehen. Und man darf bloß nicht zu lesbisch sein (sprich am Ende noch eine Beziehung mit einer Frau haben – oh Gott, Oh Gott – hat übrigens auch keine einzige der Damen im Artikel). Das ist quasi das A und O in deren Vorstellungswelt. Ich will nicht, dass solche Personen für mich sprechen. Sie vermitteln ein völlig falsches Bild von uns in der Öffentlichkeit.

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  5. Also ich dachte bisher wirklich, bisexuell sei das richtige Wort für alle, die mit Männern und Frauen Sex haben können – also aus eigener Motivation, nicht wegen eines Partners. Hab grade mal geschaut, was Wikipedia meint:

    „Als Bisexualität (eigentlich „Ambisexualität“, nach der lateinischen Vorsilbe bi- für „zwei“) bezeichnet man die sexuelle Orientierung oder Neigung, sich zu Frauen, als auch zu Männern emotional oder sexuell hingezogen zu fühlen. Als Kurzform ist das Adjektiv bi gebräuchlich. Es werden in der Regel nur solche Menschen als bisexuell bezeichnet, die mit Männern und Frauen sexuelle Beziehungen oder Partnerschaften einzugehen bereit sind, obwohl dies keinerlei Aussage über das Vorhandensein dieser Orientierung macht.“

    „oder“ Partnerschaften – und dann soll das nicht einmal aussagekräftig in Bezug auf die Orientierung sein. Es folgen Studien, nach denen über 90% der Menschen bi sein sollen, das aber wegen der Heteronormativität in der Gesellschaft mehrheitlich ausleben.

    Nun, ich kann da eh nicht wirklich mitreden, hatte persönlich nur einmal die Erfahrung, heftig in eine Frau verliebt zu sein. Als ich ihr dann aber – beide mit viel Alkohol enthemmt – mal physisch näher kam, merkte ich sofort: das geht gar nicht! Stock-hetero halt… aber Verlieben ging!

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    1. Hallo Claudia,

      die 90 % sind vermutlich übertrieben, das haben neuere Studien gezeigt (auch im wikipedia Artikel zu finden). Es ist aber wohl schon so, dass menschliches Begehren und Beziehungen eine recht große Bandbreite aufweisen und auch variabel sind. So kann z. B. im Gefängnis, wenn keine gegengeschlechtlichen Personen vorhanden sind, offenbar ein Teil der Menschen „switchen“ – teils nur sexuell, teils auch für Beziehungen.

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  6. Auf mich macht der Artikel den Eindruck, als wenn du selbst ein wenig viele Vorurteile hast…

    Gerade die Party, über die berichtet wird unter dem Link bei dir im Artikel ist doch genau eben nicht das, was du hier so verurteilst:

    „Der fleischgewordene Hetero-Mainstream-Porno-Traum. Lauter geile wilde Weiber, natürlich allesamt ganz wunderherrlich und eigentlich doch hetero und in festen Beziehungen mit Männern und so, aber schon auch irgendwie bi, nur so im sexuellen Sinne und nur so bisschen, bloß nicht zuviel, versteht sich, und alle mit mindestens C-Körbchen und so, die gemeinsam mal die Sau rauslassen – mit Vibrator und Strapsen etc. (wird das eigentlich gleich live ins Netz übertragen?).Der geneigte Leser fragt sich, ob da irgendeine(r) deutlich zuviel Beate Uhse Pornos gesehen hat.“

    Im Artikel selbst heißt es hingegen:

    „Die meisten haben genau wie ich überwiegend Beziehungen mit Männern, fühlen sich aber zu Frauen sexuell hingezogen und möchten dies auch ausleben.“

    Zum einen steht dort die meisten und überwiegend, zum anderen geht es eben darum, die eigenen sexuellen Wünsche auszuleben. Eben nicht irgendeine Show zu zelebrieren, um Männern zu gefallen, es sind dort ja gar keine Männer willkommen.
    Ich finde es schon sehr merkwürdig, dass du Frauen, die ihre Sexualität miteinander in einem geschützten Umfeld ohne Männer ausleben möchten, unterstellst, dies zu tun, um Männern zu gefallen.
    Wie soll das denn funktionieren, wenn gar keine Männer da sind?

    Nur weil das nicht deine Art der Sexualität ist, verstehe ich nicht, warum du das verurteilen musst?
    Ich war übrigens noch nie in dem besagten Club, halte das geschilderte aufgrund Erfahrungen in anderen Locations aber nicht für besonders abwegig und pornohaft übertrieben.
    In einer Atmosphäre, wo man sich wohlfühlt und einfach mal seiner Lust nachgehen kann, muss man nämlich weit weniger darüber nachdenken, was andere dann von einem denken könnten, wenn man jetzt dies oder jenes macht. Diese Gedanken sind meist der Grund, warum Menschen sich zurückhalten und sich sexuell nicht ausleben.

    Es gibt sicher auch heterosexuelle Frauen wie Männer, die Lust auf Dreier haben. Und es ist nicht schlimm. Und wenn man jemanden fragt und diese Person nicht darauf steht, was ist dann so schlimm daran, dass man das nicht einfach sagen kann?
    Und nebenbei gibt es natürlich auch Dreier, bei denen kein Mann anwesend ist.

    Ein klein bisschen kann ich verstehen, was du meinst. Und was du hier verurteilen willst, aber du triffst damit viele falsche Leute meiner Meinung nach!
    Das tatsächliche Problem, dass Menschen irgendwelche sexuellen Dinge machen, um anderen zu gefallen oder weil das gerade Trend zu sein scheint, ist ein anderes. Denn woher weißt du wie viele Frauen auf besagter Party ähnliches völlig unabhängig von irgendwelchen Trends ausgelebt hätten.
    Und natürlich ist es immer einfacher, seine Vorlieben auszuleben, wenn man dafür nicht verurteilt wird, was der Fall ist, wenn die eigene Vorliebe gerade angesagt ist.
    Als beispielsweise Shades of Grey BDSM in den öffentlichen Fokus gerückt hat, haben auch einige gemeint, das positive daran könnte sein, dass es gesellschaftsfähiger wird und man seine Vorliebe eben nicht mehr verstecken muss. (war leider nicht der Fall, denn was die Trendfolger unter SM verstehen ist oft mehr ein streicheln…)

    Versuch doch nicht so schnell andere für ihre Vorlieben und Sexualität zu verurteilen!

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    1. „unterstellst, dies zu tun, um Männern zu gefallen.
      Wie soll das denn funktionieren, wenn gar keine Männer da sind?“

      Z. B. über so einen Artikel (beispiele unten), über die Bilder vom Skirt Club (Klischee hoch 3, auch im Artikel zu sehen), über ausführliche Erzählungen (wie eben im Artikel).

      Zu der Party nur mal so Auszüge (a la Beate Uhse). Ich verstehe den Sinn des Stils dieses Artikels nicht, dazu noch die Bilder … Hast Du da keine Uhse Assoziationen?:

      „Der Flaschenhals zeigt auf mich. „Mund, Brüste oder Arsch?“, fragt die Frau, die gerade noch dem Altglas eine schwungvolle Drehung auf dem Bistrotisch verpasst hat. Sechs nackte Oberkörper sitzen um mich herum und warten auf eine Entscheidung. „Titten“, sage ich und die Tischrunde jubelt.

      Übers Küssen sind wir längst hinaus. Ich nehme die perfekten C-Cups der dunkelhaarigen Frau gegenüber in die Hände und ignoriere, dass wir nicht alleine sind.“

      „“Body Shots!“, ruft Renee und erhält als Antwort ein lautes „Whuuu!“ aus dem Publikum. Eine der Hostessen macht sich obenrum nackig und legt sich auf eine Sitzbank. Die Besucherinnen beobachten jede Bewegung, als ihr Salz auf den Busen gestreut und eine Zitronenscheibe zwischen die Lippen geschoben wird.
      Unter Applaus zieht eine Freiwillige ihr Kleid aus und beugt sich über die Hostess. Genüsslich fährt sie mit ihrer Zunge über den Körper, kippt den Tequila hinunter und endet mit einem ausgiebigen Kuss.“

      „Im Nebenraum wird ein Hintern rot gepeitscht, während die Besitzerin mit einem Vibrator befriedigt wird.“

      „Mein Freund und ich sind verlobt, er unterstützt mich. Trotzdem: Die meisten Frauen schreckt meine Vorliebe ab. Wenn ich sie anspreche, haben viele das Gefühl, nur für einen Dreier benutzt zu werden. Natürlich wünsche ich mir Dreier, aber alle sollen daran Spaß haben.“ (Oh Dankeschön, wie überaus einfühlsam. Dass sich jemand davon tatsächlich ausgenutzt fühlen könnte, scheint jenseits aller Vorstellungskraft).

      Was mich stört ist:

      a) Nahezu alle dieser „Bisexuellen“ lehnen eine Beziehung mit einer Frau ab (bloß nicht zu lesbisch rüberkommen)
      b) glauben, Bisexualität wäre gleich Dreier oder allenfalls Kurzaffäre
      c) unterstützen das Klischee Bisexuelle wären omnisexuell (gleich rauf auf alles)

      Wie fändest Du es denn, wenn deine eigene sexuelle Orientierung so völlig falsch dargestellt würde?

      „Versuch doch nicht so schnell andere für ihre Vorlieben und Sexualität zu verurteilen!“

      Hmmmmmm … „(war leider nicht der Fall, denn was die Trendfolger unter SM verstehen ist oft mehr ein streicheln…)“ “

      Übrigens bin ich da gerne intolerant. Sie nerven, sie führen sich auf wie eine Bande Elefanten im Porzellanladen, sie haben unser Image in der lesbischen Community nachhaltig ruiniert und in der Gesellschaft gleich mit. Dass wir nicht alle omnisexuelle Dreier-Bräute (Du darfst uns beide ficken, Hihihi) sein könnten, kommt quasi niemandem mehr in den Sinn, der an bisexuelle Frauen denkt. Dass man als weibliches Pärchen kaum zusammensitzen kann und sich küssen oder Händchenhalten, ohne irgendwelche doofen Bemerkungen und Belästigungen zu ernten: Merci an die Dreier-Bi (und die Porno-Industrie).

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      1. „Z. B. über so einen Artikel (beispiele unten), über die Bilder vom Skirt Club (Klischee hoch 3, auch im Artikel zu sehen), über ausführliche Erzählungen (wie eben im Artikel).“

        Mir wird immer noch nicht klar, wieso sich das zwangsläufig an Männer richten sollte – hingegen nicht einfach als „Werbung“ für den entprechenden Club dienen soll? Könnte sich ja auch an weitere potentielle Kundinnen richten.

        Es geht bei dem Artikel um die Sexualität von Frauen, die diese in einem geschützten Raum ohne Männer ausleben können.
        Du bist hier diejenige, die da wieder Männer mit ins Spiel bringt. Aber weibliche Sexualität muss sich nicht zwangsläufig um Männer drehen!
        Denke eigentlich das weißt du.

        „Zu der Party nur mal so Auszüge (a la Beate Uhse). Ich verstehe den Sinn des Stils dieses Artikels nicht, dazu noch die Bilder … Hast Du da keine Uhse Assoziationen?“

        Nein, ich habe da eher Erinnerungen an erotische Parties…
        Der Stil ist natürlich platt und plump, was aber auch dem Medium Bento geschuldet ist, dort werden generell nur Artikel in dem Klatschstil veröffentlicht.

        „Was mich stört ist:
        a) Nahezu alle dieser „Bisexuellen“ lehnen eine Beziehung mit einer Frau ab (bloß nicht zu lesbisch rüberkommen)
        b) glauben, Bisexualität wäre gleich Dreier oder allenfalls Kurzaffäre
        c) unterstützen das Klischee Bisexuelle wären omnisexuell (gleich rauf auf alles)“

        a) Wie kommst du zu der Annahme, ich persönlich habe nicht den Eindruck?
        b) Sind das nicht viel mehr Wunschvorstellungen mancher Männer? Wie viele bisexuelle Frauen sehen das denn so?
        c) Wenn es also Bisexuelle gibt, die sexuell aktiver als der Durchschnitt sind, müssen die sich diesen Vorwurf gefallen lassen, weil man kann ja nicht als Individuum, sondern nur noch als Teil der Gruppe „Bisexuelle“ und als solche muss man ein bestimmtes Bild darstellen?

        „Wie fändest Du es denn, wenn deine eigene sexuelle Orientierung so völlig falsch dargestellt würde?“
        Kannst du dir selbst beantworten: Ich bin bisexuell.
        Ich finde es generell scheiße, wenn man Menschen nur als Teil einer Gruppe betrachtet und nicht als Individuum. Ich bin bisexuell, BDSMler, und mir ist völlig egal, ob andere sich selbst ebenso definieren, aber völlig anders leben in dem Punkt. So lange mir keiner vorschreiben will, wie ich meine Sexualität auslebe, kann jeder machen, was er will.
        Und ich lebe so wie es mir gefällt – egal, ob das entgegen jeglicher Klischees ist oder ich damit genau in diese falle.

        „Hmmmmmm … „(war leider nicht der Fall, denn was die Trendfolger unter SM verstehen ist oft mehr ein streicheln…)“

        Mir war erst nicht klar, worauf du damit hinauswillst, aber ich glaube, du denkst, ich würde die „Streichler“ verurteilen. Dem ist nicht so, jeder soll machen, was er will.
        Das Problem dabei ist, dass diejenigen plötzlich auftauchen und uns andere verurteilen, denn BDSM ist ja toll, aber richtig weh tun darf es nicht und wenn dann einer jemand anders tatsächlich schlägt und Schmerzen bereitet, ist das ganz böse schlimm und sowieso richtig pervers. Solche Leute braucht keiner.

        „…sie haben unser Image in der lesbischen Community nachhaltig ruiniert und in der Gesellschaft gleich mit.“

        Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass man seine Sexualität einfach der Lust wegen auslebt und nicht, um ein Image zu schützen oder zu kreieren?

        „ Dass man als weibliches Pärchen kaum zusammensitzen kann und sich küssen oder Händchenhalten, ohne irgendwelche doofen Bemerkungen und Belästigungen zu ernten: Merci an die Dreier-Bi (und die Porno-Industrie).“

        Du scheinst in einer ziemlich bescheuerten Gegend zu leben, sollte das der Fall sein…

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      2. „b) Sind das nicht viel mehr Wunschvorstellungen mancher Männer? Wie viele bisexuelle Frauen sehen das denn so?“

        Wenige. Außer die Dreier-Bis. Genau darum geht es ja.

        „c) Wenn es also Bisexuelle gibt, die sexuell aktiver als der Durchschnitt sind, müssen die sich diesen Vorwurf gefallen lassen, weil man kann ja nicht als Individuum, sondern nur noch als Teil der Gruppe „Bisexuelle“ und als solche muss man ein bestimmtes Bild darstellen?“

        Man sollte nicht so tun, als wäre man prototypisch „bi“, wenn man es nicht ist. Aber das tun die Dreier-Bis. Sie fluten das Netz und die Medien.

        „Kannst du dir selbst beantworten: Ich bin bisexuell.“

        Warst Du bereits in Frauen verliebt und kannst dir auch eine Beziehung vorstellen?

        Denn genau das ist mein Problem. Die Dreier-Bis können/wollen das nicht. Darum meine Vermutung, dass es tatsächlich in erster Linie darum geht, Männer zu beeindrucken und die angebliche Bisexualität diesem Zweck dient.

        „Das Problem dabei ist, dass diejenigen plötzlich auftauchen und uns andere verurteilen, denn BDSM ist ja toll, aber richtig weh tun darf es nicht und wenn dann einer jemand anders tatsächlich schlägt und Schmerzen bereitet, ist das ganz böse schlimm und sowieso richtig pervers. Solche Leute braucht keiner.“

        Siehst Du! Das ist genau das gleiche. Die Dreier-Bis kommen, wollen angeblich Frauen kennen lernen, sind mega beleidigt, wenn sie einen Korb bekommen (weil Bisexuelle sind ja omnisexuell und wollen bekanntlich mit jedem), finden Frauen aber gleichzeitig für eine Beziehung oder zum Verlieben pfuibähbäh, das ist ihnen alles zu lesbisch und igitt. Was sie in der Hauptsache wollen, sind Dreier. Und bitte nur ein bisschen bi sein. Zwei Frauen so richtig zusammen- bääääh, wie ekelhaft.

        „Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass man seine Sexualität einfach der Lust wegen auslebt und nicht, um ein Image zu schützen oder zu kreieren?“

        Mir ist in den Sinn gekommen, dass ich kaum mehr sagen kann, dass ich bi bin, ohne mit doofen Klischees konfrontiert zu werden. Und die werden befeuert von den Dreier-Bis.

        „Du scheinst in einer ziemlich bescheuerten Gegend zu leben, sollte das der Fall sein…“

        Du redest nicht viel mit lesbischen Pärchen, oder? Auch ash, die ganz woanders lebt als ich, hat schon über solche Erfahrungen berichtet. Saßt Du denn schonmal tatsächlich mal mit einer Frau so im Café oder Restaurant oder warst auf der Straße unterwegs? Also so, dass ihr als Paar zu erkennen wart?

        Das was ash hier beschreibt, erzählen mir lesbische Pärchen in schöner Regelmäßigkeit und ich kann mich auch an Entsprechendes erinnern. „Was mich persönlich allerdings ganz besonders nervt: Dass ich noch KEIN (!) Date mit einer Frau hatte, bei dem nicht innerhalb kürzester Zeit ein bis mehrere Kerle penetrant und auf schmierigste Art gestarrt haben. Und nein, wir haben da nicht gevögelt, es war auch kein Heavy Petting und es war auch von Seiten des Mannes kein Ab-Und-Zu-Mal-Rüberschauen. Es waren Sich-Zurücklehnen und mit schmierigem Grinsen auf dem Gesicht penetrant starren, wie wir Händchen halten und uns ab und zu küssen. Un.un.ter.bro.chen. Es hat sich sogar mal ein ganzer Tisch von Kerlen in einer Kneipe umgesetzt, um besser sehen zu können, nachdem der Wirt (cool wie er ist!❤ ) davor dafür gesorgt hatte, dass der Blick auf uns verstellt war.“

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  7. „Wenige. Außer die Dreier-Bis. Genau darum geht es ja.“

    Eben. Ich verstehe nicht, warum die dir als so groß bzw. auffällig erscheinen. Ich nehme das nicht so wahr.

    „Man sollte nicht so tun, als wäre man prototypisch „bi“, wenn man es nicht ist.

    Das finde ich einen sehr interessanten Satz. Was ist denn prototypisch „bi“? Gibt es sowas tatsächlich? Sind nicht eher alle Menschen individuell verschieden?

    „Warst Du bereits in Frauen verliebt und kannst dir auch eine Beziehung vorstellen?“

    Ja, aber warum muss das die Vorrausetzung sein, um bi zu sein. Ich hatte keine Beziehung mit einer Frau (hatte überhaupt erst eine Beziehung) und weiß auch nicht, ob es je dazu kommen wird. Ich verliebe mich in den Menschen und nicht in die Geschlechtsteile…

    „Denn genau das ist mein Problem. Die Dreier-Bis können/wollen das nicht. Darum meine Vermutung, dass es tatsächlich in erster Linie darum geht, Männer zu beeindrucken und die angebliche Bisexualität diesem Zweck dient.“

    Und warum kann es nicht einfach sein, dass sie sexuelle Lust auf andere Frauen haben – auch ohne Liebe und Beziehung. Ich hatte auch schon Sex mit Menschen, in die ich weder verliebt war, noch wollte ich eine Beziehung´- einfach aus Spaß. Aber ganz sicher nicht, um irgendwen zu beeindrucken.

    „Siehst Du! Das ist genau das gleiche. Die Dreier-Bis kommen, wollen angeblich Frauen kennen lernen, sind mega beleidigt, wenn sie einen Korb bekommen (weil Bisexuelle sind ja omnisexuell und wollen bekanntlich mit jedem), finden Frauen aber gleichzeitig für eine Beziehung oder zum Verlieben pfuibähbäh, das ist ihnen alles zu lesbisch und igitt.“

    Im Moment bist du diejenige, die andere für ihre Sexualität bzw. das Ausleben derer verurteilt.

    „Mir ist in den Sinn gekommen, dass ich kaum mehr sagen kann, dass ich bi bin, ohne mit doofen Klischees konfrontiert zu werden. Und die werden befeuert von den Dreier-Bis.“

    Wozu das outinghaft in die Welt rufen?
    Mich wundert einfach, dass mir selten (nicht nie) solche Klischees begegnen, obwohl ich viel unterwegs bin und sehr viele Bekannte habe.
    Und warum stellst du Klischees nicht richtig – sagst, dass sie für dich nicht zutreffen – , statt dich darüber zu beschweren, dass andere ein Leben dem Klischee entsprechend führen.

    „Du redest nicht viel mit lesbischen Pärchen, oder? Auch ash, die ganz woanders lebt als ich, hat schon über solche Erfahrungen berichtet. Saßt Du denn schonmal tatsächlich mal mit einer Frau so im Café oder Restaurant oder warst auf der Straße unterwegs? Also so, dass ihr als Paar zu erkennen wart?“

    Doch, ich kenne eigentlich viele Menschen unterschiedlicher sexueller Ausrichtung – auch lesbische Päärchen. Ich weiß ja nicht, ob meine Gegend (nicht Südtirol, hier kenne ich bisher keine lesbischen Paare) einfach offener war, was das angeht oder manche Leute gewisse Dinge einfach nicht so schlimm empfinden.
    Ich kann nicht beurteilen, ob ich mit einer anderen Frau von der Außenwelt als Paar wahrgenommen werde oder nicht. Wild rumgeknutscht habe ich nie in der Öffentlichkeit (weder mit Männern noch mit Frauen).

    Was das von Ash beschriebene Starren angeht, so gehöre ich sicher zu den Menschen, die so etwas nicht merken. Ich mache mir wenig aus anderen Menschen in meinem Umfeld, mit denen ich keinen direkten Kontakt habe – sowas ist mir also egal. Ich kann auch nicht nachempfinden, wieso dass einen stört, was andere machen, kann mir doch egal sein, solange sie mich nicht ansprechen oder anpacken…

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    1. „Das finde ich einen sehr interessanten Satz. Was ist denn prototypisch „bi“? Gibt es sowas tatsächlich? Sind nicht eher alle Menschen individuell verschieden?“

      Eben!

      „Und warum kann es nicht einfach sein, dass sie sexuelle Lust auf andere Frauen haben – auch ohne Liebe und Beziehung. Ich hatte auch schon Sex mit Menschen, in die ich weder verliebt war, noch wollte ich eine Beziehung´- einfach aus Spaß. Aber ganz sicher nicht, um irgendwen zu beeindrucken.“

      Jo. Aber mit Menschen. Du schließt jemanden nicht aufgrund seines Geschlechtes aus, obwohl Du behauptest, bisexuell zu sein. Das Verhalten, das ich meine ist, wie „Ich will schon mal gern mit schwarzen Menschen vögeln, aber sonst find ich die eklig und würd nie eine Beziehung mit denen haben wollen.“

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      1. „Im Moment bist du diejenige, die andere für ihre Sexualität bzw. das Ausleben derer verurteilt.“

        Übrigens „verurteile“ ich sie nicht für ihre Sexualität oder das Ausleben derselben, sondern für die Art und Weise, wie sie das transportieren und nach außen tragen.

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      2. „Das Verhalten, das ich meine ist, wie „Ich will schon mal gern mit schwarzen Menschen vögeln, aber sonst find ich die eklig und würd nie eine Beziehung mit denen haben wollen.““

        Wie sieht es mit Männern aus, die zwar mit Frauen befreundet sein wollen, nicht aber mit ihnen Sex haben wollen? Unterstellst du dort „Ekel“? Ist es verwerflich?
        Was ist zulässig:

        (1) Sex + (potentielle) Liebe?
        (2) Sex ohne (potentielle) Liebe?
        (3) Liebe ohne (potentiellen) Sex?

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  8. „Jo. Aber mit Menschen. Du schließt jemanden nicht aufgrund seines Geschlechtes aus, obwohl Du behauptest, bisexuell zu sein. Das Verhalten, das ich meine ist, wie „Ich will schon mal gern mit schwarzen Menschen vögeln, aber sonst find ich die eklig und würd nie eine Beziehung mit denen haben wollen.““

    Ja, ich schließe eine Beziehung nicht aufgrund des Geschlechts aus. Aber dann habe ich eben gewisse andere Kriterien, die ich an einen möglichen Beziehungspartner anlege. Und ja, wenn ich jemanden geil finde, kann ich auch Sex mit der Person haben, obwohl ich weiß, dass die Person für mich für eine Beziehung nicht in Frage kommt.
    Ich vögel auch Stinos (nicht BDSMler), aber würde nie eine Beziehung mit denen wollen.
    Ich finde das nicht verwerflich, solange immer alle Beteiligten ehrlich zueinander und einverstanden sind.

    „Übrigens „verurteile“ ich sie nicht für ihre Sexualität oder das Ausleben derselben, sondern für die Art und Weise, wie sie das transportieren und nach außen tragen.“

    Was genau meinst du mit transportieren oder nach außen tragen?

    Übrigens habe ich mich noch einmal ausführlicher mit deinem Artikel beschäftigt:

    http://nur-miria.blogspot.it/2016/12/ein-bisschen-bi-schadet-nie.html

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    1. „Ich vögel auch Stinos (nicht BDSMler), aber würde nie eine Beziehung mit denen wollen.
      Ich finde das nicht verwerflich, solange immer alle Beteiligten ehrlich zueinander und einverstanden sind.“

      Heißen wir nicht Vanillas?

      „Was genau meinst du mit transportieren oder nach außen tragen?“

      Na, genau das „ich bin bi – HIHIHI“. Das Kokettieren mit dem Begriff, ohne das wirklich ernst zu meinen, während man gleichzeitig jede Menge Klischeeknöpfe drückt.

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      1. „Heißen wir nicht Vanillas?“

        Geht auch als Bezeichnung. Dachte allerdings Stino (angelehnt an „stinknormal“) wäre bekannter – habe ich mich wohl getäuscht.

        „Na, genau das „ich bin bi – HIHIHI“. Das Kokettieren mit dem Begriff, ohne das wirklich ernst zu meinen, während man gleichzeitig jede Menge Klischeeknöpfe drückt.“

        Ich verstehst einfach nicht… Woher nimmst du die Gewissheit, es nicht wirklich ernst zu meinen. Warum muss ernst meinen nur bedeuten, eine Beziehung führen zu wollen?
        Kann nicht auch der Wunsch nach gleichgeschlechtlichem Sex ein ernsthafter Wunsch sein – auch ohne den Wunsch oder die Vorstellung nach einer solchen Beziehung?
        Und was ist schlimm, wenn man ein Klischee erfüllt? Soll man sich verstellen, nur um nicht in ein bestimmtes Klischee zu passen?

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      2. Weißt Du Miria, allgemein bin ich über dein übermäßiges Engagement in dem Fall etwas erstaunt. Ich habe einen bissigen, bösen, teils schwarzhumorigen Artikel geschrieben, über eine Menschengruppe, die mich ganz persönlich nervt. So wie andere sich über Heli-Eltern, Prenzlauer-Berg-Dachmansardenbewohner oder bestimmte Hundebesitzer medial äußern. Hab ich gleich zu Anfang des Artikels auch drauf hingewiesen. Das ist meine persönliche Meinung zu den betreffenden Personen. Sie nerven mich. Dass sie mich nerven, ist so, ich habe auch ausführlich erklärt, warum. Und Du wirst kaum wegdiskutieren könnenn, dass sie mich nerven. Ich verstehe die persönliche Betroffenheit von dir hier nicht.

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      3. „Ich verstehst einfach nicht… Woher nimmst du die Gewissheit, es nicht wirklich ernst zu meinen. Warum muss ernst meinen nur bedeuten, eine Beziehung führen zu wollen?“

        Tatsächlich sehe ich „Ernstnehmen“, als prinzipiell auch ein Interesse an der Person aufbringen. Und ich sehe es als diskriminierend, wenn ich mich einerseits als „bi“ bezeichne, andrerseits aber das Ernstnehmen meiner Partner auf diese Art und Weise nur einer der beiden angeblich von mir präferierten Gruppen zugestehe.

        „Kann nicht auch der Wunsch nach gleichgeschlechtlichem Sex ein ernsthafter Wunsch sein – auch ohne den Wunsch oder die Vorstellung nach einer solchen Beziehung?“

        Ein ernsthafter Wunsch nach Sex – aber kein ernsthaftes Interesse an der Person. Vielleicht bin ich da aber auch der falsche Ansprechpartner: Ich halte generell – zumindest für mich selbst – nichts von „nur Sex“. Der findet in meinem Leben ausschließlich in Beziehungen statt.

        „Und was ist schlimm, wenn man ein Klischee erfüllt? Soll man sich verstellen, nur um nicht in ein bestimmtes Klischee zu passen?“

        Es ist schlimm, wenn man damit die Medien und das öffentliche Bild einer Gruppe dominiert – und nicht einmal merkt, was man damit tut – weil es einem schlicht egal ist.

        Aber weißt Du, so extrem interessieren mich die Dreier-Bis dann auch nicht. Sie nerven mich, das ist alles und dem wollte ich mal Ausdruck verleihen. Wie gesagt, ich habe einen bösen, etwas schwarzhumorigen Artikel über sie geschrieben – wie andere ihn über bestimmte Hundebesitzer schreiben oder über Wall-Street-Bänker oder über „neue Landbewohner“.

        Die Riesensache daraus machst Du.

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      4. „Ich verstehe die persönliche Betroffenheit von dir hier nicht.“

        Natürlich nicht, es gibt keine persönliche Betroffenheit
        Schade, dass du nicht auf meine Fragen eingehst, sondern stattdessen versuchst mich in irgendeiner Weise zu analysieren, die an der Stelle völlig unpassend ist.

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      5. Meine Antwort bestand zu einem großen Teil aus etwas völlig anderem als dich zu analysieren. Ich habe nur gefragt, warum Du dich derart übermäßig in der Frage engagiertst. Auf irgendeine Art und Weise fühlst Du dich offenbar „betroffen“, im Sinne von berührt, weil sonst gäbe es ja keine Grundlage für die Diskussionen.

        Ich habe den Artikel für dich eingeordnet und nochmals erklärt.

        Übrigens gebe ich das „Kompliment“ bezüglich der Analyse gerne an dich zurück. Deine „Analyse“ in deinem Artikel über mich oder meine Beweggründe, war, freundlich gesagt, vollkommen daneben.

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      6. „Meine Antwort bestand zu einem großen Teil aus etwas völlig anderem als dich zu analysieren. Ich habe nur gefragt, warum Du dich derart übermäßig in der Frage engagiertst. Auf irgendeine Art und Weise fühlst Du dich offenbar „betroffen“, im Sinne von berührt, weil sonst gäbe es ja keine Grundlage für die Diskussionen.“

        Wie du bereits aus den Kommentaren weißt, bin ich bisexuell und daher interessiert mich das Thema. Warum in irgendeiner Weise eine weitere Betroffenheit hier nötig ist, erklärt sich mir nicht.

        „Übrigens gebe ich das „Kompliment“ bezüglich der Analyse gerne an dich zurück. Deine „Analyse“ in deinem Artikel über mich oder meine Beweggründe, war, freundlich gesagt, vollkommen daneben.“

        Ich habe in meinem Artikel nicht dich analysiert, sondern deinen Artikel.

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      7. Sehe ich anders.

        „Klar, es ist natürlich viel einfacher auf andere von oben herabzusehen und diese für ihr vermeintlich falsches Verhalten zu verurteilen.“

        Sehr daneben und sehr persönlich. Und fällt dir auf, dass Du genau dasselbe tust, wie Du mir vorwirfst?

        „Ob die Motivation für den Artikel neben dem verlinkten auf Bento wohl die Frage nach einem Dreier an Margret war? (Vermutungen über die Motivation zu bestimmten Handlungen scheinen ja gerade „in“ zu sein 😉 )“

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      8. „Sehr daneben und sehr persönlich. Und fällt dir auf, dass Du genau dasselbe tust, wie Du mir vorwirfst?“

        Nein, ich bin nicht diejenige, die andere für ihre Sexualität oder ihr sexuelles Verhalten in irgendeiner Weise verurteilt wie du es in deinem Artikel getan hast.

        Diese Spitze war bewusst:

        „Ob die Motivation für den Artikel neben dem verlinkten auf Bento wohl die Frage nach einem Dreier an Margret war? (Vermutungen über die Motivation zu bestimmten Handlungen scheinen ja gerade „in“ zu sein )“

        Ich dachte durch die Erklärung in Klammern wird das klar. Es stört mich enorm, dass du Frauen, die ihre Sexualität in einem geschützten Raum ausleben möchten, die Motivation unterstellst, damit Männern gefallen zu wollen. Du machst damit das gleiche, was der Feminismus seit Jahren bekämpft: Frauen haben keine eigenständige Sexualität, sondern diese wird nur in Abhängigkeit von Männern gesehen.
        Und diese Vermutung deinerseits über die Frauen auf der Party bzw. Frauen, die vielleicht gerne Sex mit Frauen haben, aber keine Beziehung möchten, wollte ich hier ein wenig aufnehmen.

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      9. „Frauen haben keine eigenständige Sexualität, sondern diese wird nur in Abhängigkeit von Männern gesehen.“

        Es gibt aber eben Frauen, die das tun. Und Klischees aus Pornos wiederholen oder gar überhöhen, um zu gefallen (Gina Lollobrigida wäre da ein Extrembeispiel). Mein Eindruck des Artikels war, durch die Art und Weise der Sprache, der Darstellung, der Bezeichnungen, der Abbildungen, dass es letztlich darum geht, den eigentlichen Partner zu beeindrucken. Die Beschreibung war so, dass man sie problemlos als Mainstreamporno hätte ins Netz stellen können. Darum auch meine böse Frage, ob das etwa gleich live ins Netz übertragen wird.

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      10. „Tatsächlich sehe ich „Ernstnehmen“, als prinzipiell auch ein Interesse an der Person aufbringen. Und ich sehe es als diskriminierend, wenn ich mich einerseits als „bi“ bezeichne, andrerseits aber das Ernstnehmen meiner Partner auf diese Art und Weise nur einer der beiden angeblich von mir präferierten Gruppen zugestehe.“

        Hier ist mir nicht ganz klar, was du damit genau sagen möchtest?

        „Ein ernsthafter Wunsch nach Sex – aber kein ernsthaftes Interesse an der Person.“

        Du tust ja gerade so als wäre ein ernsthaftes Interesse an einer Person zwangsläufig mit einer Beziehung verbunden. Ich habe viele Freunde, die ich als Person mag, dennoch möchte ich mit denen keine Beziehung führen! Sexuelles und freundschaftliches Interesse, warum ist das für dich keine Interesse an der Person?

        „Vielleicht bin ich da aber auch der falsche Ansprechpartner: Ich halte generell – zumindest für mich selbst – nichts von „nur Sex“. Der findet in meinem Leben ausschließlich in Beziehungen statt.“

        Vielleicht ist das auch der Knackpunkt. Du scheinst eine sehr romantische Vorstellung von Sex zu haben und andere Menschen, die diese nicht haben, nicht verstehen zu können.
        Ich habe beispielsweise eine sehr romantische Vorstellung von Beziehungen und bin in dem Punkt daher viel wählerischer als die meisten. Aber für Sex sehe ich persönlich eine Beziehung nicht als zwingend notwendig an.

        „Es ist schlimm, wenn man damit die Medien und das öffentliche Bild einer Gruppe dominiert – und nicht einmal merkt, was man damit tut – weil es einem schlicht egal ist.“

        Was soll man den deiner Meinung nach tun, wenn man merkt, dass man selbst zufällig ein bestehendes Klischee erfüllt? Was wünschst du dir von denjenigen, die es merken?

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      11. Ich wünsche mir, dass auch diejenigen darauf hinweisen, dass sie lediglich eine Variante sind: Also sich z. B. als „überwiegend hetero mit Bianteilen“ bezeichnen, oder als „emotional hetero, nur sexuell auch an Frauen interessiert“. „Bi“ trifft es einfach nicht.

        Ich kenne eine Frau, die bezeichnet sich selbst als lesbisch aber mit kleinen Bianteilen (insofern, als sie manchmal mit Männern schläft, aber ausschließlich mit Frauen Beziehungen hat).

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      12. „Du tust ja gerade so als wäre ein ernsthaftes Interesse an einer Person zwangsläufig mit einer Beziehung verbunden.“

        Nein. Ein ernsthaftes Interesse an einer Person ist zwangsläufig mit dem emotionalen Aspekt einer Beziehung verbunden. Den anderen ernstnehmen. Seine Wünsche respektieren. Wenn ich, wie die Autorin es im Artikel beschreibt, einfach Frauen aufreissen will, um sie für Sex mit meinem Verlobten zu gewinnen und dann beleidigt bin, weil das nicht klappt, dann nehme ich den anderen nicht ernst. Insofern verstehe ich, warum die Frauen sich ausgenützt fühlten.

        Tatsächlich nervten mich diese Sätze der Autorin noch viel mehr als die Beschreibung der Party. Sie will eine total normale, traditionelle Beziehung mit einem Mann führen (ihr Verlobter). Trotzdem will sie nebenbei noch Dreier fürs Sexuelle, für die sie Frauen anspricht und beleidigt ist, weil das nicht gut klappt (was jetzt nicht wundert, weil die wenigsten das dritte Rad am Wagen sein wollen). Deswegen geht sie jetzt auf diese Party, um sich da mal unverbindlich auszuleben und dann in ihre traditionelle Beziehung zurückzukehren.

        Da sind mir Menschen lieber, die von Anfang an offen polyamor leben oder einfach einen promiskuitiven Lebensstil pflegen.

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      13. „Tatsächlich sehe ich „Ernstnehmen“, als prinzipiell auch ein Interesse an der Person aufbringen. Und ich sehe es als diskriminierend, wenn ich mich einerseits als „bi“ bezeichne, andrerseits aber das Ernstnehmen meiner Partner auf diese Art und Weise nur einer der beiden angeblich von mir präferierten Gruppen zugestehe.“

        Was ist wenn sie sich tiefer nur zu jemandem hingezogen fühlt, mit dem sie ein Kind bekommen kann, also zu einem Mann? Diskriminiert sie verwerflich gegen Frauen?

        Wie ist es wenn ein Mann sich am meisten zu intelligenten, dunkelhaarigen, und kurvenreichen Frauen (Klasse 9)hingezogen fühlt, und weit überwiegend mit diesen Liebesbeziehungen hat, es ihm für one-night stands aber genügt, wenn die Frauen halbwegs attraktiv sind (mindestens 7)? Frauen unter 7 kommen für ihn für Sex (und damit Liebesbeziehungen) nicht in Frage. Diskriminiert er verwerflich gegen Frauen?

        Von oben: „Wie sieht es mit Männern aus, die zwar mit Frauen befreundet sein wollen, nicht aber mit ihnen Sex haben wollen? Unterstellst du dort „Ekel“? Ist es verwerflich?
        Was ist zulässig:

        (1) Sex + (potentielle) Liebe?
        (2) Sex ohne (potentielle) Liebe?
        (3) Liebe ohne (potentiellen) Sex?“

        Womöglich kann man dich hier romantisch nennen, Margret.

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      14. „Ich wünsche mir, dass auch diejenigen darauf hinweisen, dass sie lediglich eine Variante sind: Also sich z. B. als „überwiegend hetero mit Bianteilen“ bezeichnen, oder als „emotional hetero, nur sexuell auch an Frauen interessiert“. „Bi“ trifft es einfach nicht.“

        Für Transsexuelle: „Überwiegend Mann mit weiblichen Anteilen. *Mann* trifft es einfach nicht.“?

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      15. Margret: „Tatsächlich nervten mich diese Sätze der Autorin noch viel mehr als die Beschreibung der Party. Sie will eine total normale, traditionelle Beziehung mit einem Mann führen (ihr Verlobter). Trotzdem will sie nebenbei noch Dreier fürs Sexuelle“

        Will sie mehr als ihr zusteht — ist das das zentrale Probleme? Oder dass die die Würde traditioneller Beziehungen nicht achtet?

        Wie stehst du zu casual Sex, und zu „offenen“ Beziehungen?

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      16. Miria: „Du machst damit das gleiche, was der Feminismus seit Jahren bekämpft.“

        Falls dem so ist, dann auf ziemlich seltsame Weise. Bei allem was ihm nicht gefällt „Internalisierung“, „false consciousness“, und „false preferences“ zu behaupten scheint irgendwie nicht ganz tauglich. Margret sagt immerhin nur „Porno“.

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    2. „Ja, ich schließe eine Beziehung nicht aufgrund des Geschlechts aus. Aber dann habe ich eben gewisse andere Kriterien, die ich an einen möglichen Beziehungspartner anlege. Und ja, wenn ich jemanden geil finde, kann ich auch Sex mit der Person haben, obwohl ich weiß, dass die Person für mich für eine Beziehung nicht in Frage kommt.
      Ich vögel auch Stinos (nicht BDSMler), aber würde nie eine Beziehung mit denen wollen.“

      Aber Du behauptest dabei nicht, wie heißt das, „Stino“ (ich dachte immer Vanilla, aber ich kenn mich da nicht aus) zu sein. Die behaupten aber, bi zu sein.

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      1. „Aber Du behauptest dabei nicht, wie heißt das, „Stino“ (ich dachte immer Vanilla, aber ich kenn mich da nicht aus) zu sein. Die behaupten aber, bi zu sein.“

        Behaupten Trans-People* Männer zu sein? Wie sieht es mit „Tunten“ aus? Wie sieht es mit schrillen und femininen Homosexuellen aus? „Kampflesbe“ und „Mannweib“ versus „Dreier-Bi“?

        — Wait a moment. Sind „Dreier-Bis“ eigentlich Bi-Queer? Sind sie in LGBTQ*ETC angemessen erfasst?

        *whatever the correct term

        (Ruhiger Ton. Gewisses Lächeln dahingehend, ob du mit all dem Jonglieren kannst, oder ob dir etwas runterfällt. Oh, nebenbei, wie sportlich bist du, Margret?)

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      2. Sharkathotep [für dich, Margret]: „Hui! An meinem Fenster ist gerade eine Qualle vorbeigeflogen! Eine schwule Qualle! Das weiß ich, weil sie rosa war! Einself!!!11“

        Du bist eine meiner Lieblingsbiologinnen.

        Hier, das ist ganz offensichtlich ein heterosexueller Mann:

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      3. „(Ruhiger Ton. Gewisses Lächeln dahingehend, ob du mit all dem Jonglieren kannst, oder ob dir etwas runterfällt. Oh, nebenbei, wie sportlich bist du, Margret?)“

        Gelangweiltes Gähnen und ungläubiges Kopfschütteln angesichts der Naivität dieses alten Mannes, zu glauben, dass dieses penetrant arrogante Verhalten irgendwie interessant oder gar anziehend wäre.

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      4. Onyx: „Gelangweiltes (…).“

        Ich stimme insofern zu, als dass diese (meine) Sätze in der Tat ziemlich dämlich sind. Da ist es auch egal, dass deine Einschätzungen wesentlich falsch sind.

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  9. Es scheint mir, also du eben deine eigene, ganz persönliche und *sehr* eng gefasste Definition von „bi“ hast und dich angegriffen fühlst, wenn jemand sich erdreistet, eine andere Definition zu haben. Dein Problem ist nur: wenn du recht hast, definiert die große Mehrheit der Menschen „bi“ eben anders als du. Mit welchem Recht glaubst du, allein bestimmen zu können, was die „wahre“ Definition ist?
    Ich war viele Jahre auf Swinger-Seiten unterwegs und sicher gibt es Frauen, die Dreier ausprobieren wollen, weil ihr Mann das geil findet ist es „in“ ist. Mindestens ebenso viele wollen es eben probieren, ganz von sich aus. Du bist diejenige, die unterstellt die würden das alle nur für Männer machen.
    Es gibt etwa so viele Sichtweisen auf „bi“, wie es Menschen gibt, die sich je damit beschäftigt haben. Alle drehen sich um Sex mit Männern und Frauen.
    Du kannst natürlich weiter erwarten, dass sich die ganze Welt deiner persönlichen Sichtweise unterordnet. Oder du findest dich mit der Realität ab, dass *du* die Ausnahme bist mit deiner Sichtweise, nicht die anderen.

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    1. Tatasächlich habe ich ein kleines Problem damit, das hier (ich zitiere meine Zusammenfassung des Artikels aus Zeitgründen) „Sie will eine total normale, traditionelle Beziehung mit einem Mann führen (ihr Verlobter). Trotzdem will sie nebenbei noch Dreier fürs Sexuelle, für die sie Frauen anspricht und beleidigt ist, weil das nicht gut klappt (was jetzt nicht wundert, weil die wenigsten das dritte Rad am Motorrad sein wollen). Deswegen geht sie jetzt auf diese Party, um sich da mal unverbindlich auszuleben und dann in ihre traditionelle Beziehung zurückzukehren“ als „bi“ anzuerkennen. Es ist vielmehr die recht übliche „legale“ Möglichkeit, fremdzugehen. Mit einem Mann wäre der Freund beleidigt, mit einer Frau halt nicht.

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    2. Übrigens gibt es vermutlich Frauen, die von sich aus auch gerne Dreier haben – aber die haben üblicherweise auch kein Problem, sonst mit einer Frau im Bett oder als Freundin. Wer das für sich ausschließt, die muss sich schon die Frage gefallen lassen, ob sie sich dann wirklich bi nennen kann.

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