Kalorien zählen

O. g wurde mir nun bereits zum dritten Mal als das absolute Ultimum zum Gewichthalten / Gewicht reduzieren angepriesen. Auch Nadja / erzählmirnix hat damit ja super Erfahrungen gemacht. So weit, so gut. Klar wirkt es. Ist nur, seien wir ehrlich, extrem ätzend.


Kalorien zählen erinnert mich frappierend an die Studentenzeiten, als ich mit so wenig Geld auskommen musste, dass ich noch die Preise von einzelnen Jogurts verglichen habe. Geht noch ein zweiter oder muss ich mit dem einen auskommen? Und Kartoffeln. Und Reis. Und … Rechnen, rechnen, rechnen, zählen, vergleichen, rechnen, rechnen, rechnen, zählen, vergleichen … Ist die Breze bei der Konkurrenz vielleicht billiger? Geht überhaupt eine? Kann ich mir die Äpfel noch leisten? Butter oder Margarine? Mehl oder Kartoffeln? Pur oder geht noch was an Gemüse?


Es ist nun nicht so, dass ich bei größeren Anschaffungen nicht noch immer zählen und rechnen würde, aber, verdammte sch***** was war ich froh, als das verdammte Rechnen und Vergleichen wegen jedem Semmerl endlich vorbei war. Und nun soll das wieder losgehen? Ehrlich?


Ein halber Teelöffel Zucker in den Earl Grey? Rechnen! 2 Karottenschnitzel und 1 Stück Kohlrabi beim Gemüseschneiden verdrückt? Zählen! Rechnen! Ein Schluck Milch in den Kaffee? Vielleicht doch lieber Magermilch? Wiegen! Rechnen! Vergleichen! Reis, den ich mir aus dem Familientopf zum Mittagessen nehme? Wiegen! Rechnen! Vergleichen!


Nochmal ehrlich? Das wirkt schon allein deshalb, weil man dann eh keinen Bock mehr auf Essen und Trinken hat. Zumindest ich. Nostalgie ist ja gut und schön, aber so schön waren die „armen Zeiten“ nun echt nicht., dass ich das zwangsläufig wiederholen müsste.

Allenfalls über einen begrenzten Zeitraum wie damals zu Studentenzeiten, aber für immer in der Rechnen-/Vergleichen-Hölle? Dann lieber immer wieder mal Fasten.

 

 

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2 Gedanken zu “Kalorien zählen

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