In eigener Sache – Kommentarfunktion wird ab Sonntag geschlossen

Ich habe gestern abend noch überlegt, wie ich es weiter mache. Tatsache aber ist: So schaffe ich es nicht.

Ich habe neben diesem Blog Kinder zu versorgen, eine freiberufliche Tätigkeit auszuführen, eine alte Person mitzupflegen und einige ehrenamtliche Tätigkeiten auszuführen. Letzte Woche (und jetzt wohl schon wieder) gab es definitiv zu viel Fertigessen, zu viel fernsehen, zu wenig Beschäftigung mit den Kindern. Die alte Person hat mich kaum gesehen, die ehrenamtlichen Tätigkeiten lagen brach. Ich habe fast einen Verkehrsunfall gebaut, weil ich so gerast bin, um ein Kind noch rechtzeitig vom  Kiga abzuholen. Ich war dauermüde und gereizt, weil ich mir die Nächte um die Ohren geschlagen habe. So geht es nicht, für ein unbezahltes Hobby, das eigentlich nur eine von vielen Beschäftigungen ist und nicht einen Großteil meiner Zeit schlucken sollte.

Ich wollte gerne eine weitgehend freie Diskussion, die aber auch nicht ausufert oder beleidigend wird. Nun stelle ich fest: Für eine Person alleine ist das nicht zu schaffen (außer, man lebt alleine und hat Geld, so dass man nicht arbeiten muss).

Ich werde daher die Kommentarfunktion noch bis Sonntag offenhalten, denn am Donnerstag werde ich das Thema veröffentlichen, das eigentlich für gestern (Sonntag) angesagt war und es wäre unfair, das nicht mehr diskutieren zu lassen.

Danach muss ich die Kommentarfunktion leider schließen. Ich sehe leider keine andere Möglichkeit. Denn selbst wenn ich mit einer „White List“ arbeiten würde, gibt es da ja immer noch zahlreiche Fälle an der Grenze. Und viele Fragen werden direkt an mich gestellt,. die müsste ich auch dann beantworten. Insofern: Ich bedauere es selbst, aber wie gesagt, so geht es nicht.

In einer früheren Version dieses Beitrags kündigte ich den Artikel zum Thema „Patriarchat“ für den Mittwoch an (leider aufgrund von Krankheit verschoben) und die Schließung der Kommentarfunktion entsprechend für Samstag. Aufgrund der Verschiedbung halte ich die Kommentarfunktion nun bis Sonntag offen.

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24 Gedanken zu “In eigener Sache – Kommentarfunktion wird ab Sonntag geschlossen

  1. Jo, verständlich. Wenn man seinen Blog nicht allzu sehr verwahrlosen lassen will, muß man unter Umständen eine gewisse Zeit aufwenden, die nun mal nicht jeder hat. Aber schön, wenn du trotzdem weiterschreibst 🙂

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  2. Hi Margret,

    „In eigener Sache – Kommentarfunktion wird ab Samstag geschlossen“

    Schade, aber nachvollziehbar, wenn es zu viel Zeit in Anspruch nimmt.

    Ich finde es übrigens schön, dass du einen Blog gestartet hast und habe auch stets mitgelesen.
    Leider hatte ich die letzten Wochen fast keine Zeit, daher bin ich bisher nicht dazu gekommen bei dir zu kommentieren.

    Bezüglich der Kommentarfunktion wollte ich noch kurz zu bedenken geben, dass man es vielleicht auch so machen könnte, je nach Artikel zu differenzieren, also bei manchen Artikeln Kommentare zuzulassen, bei anderen nicht.
    Nicht jedes Thema zieht ja gleichermaßen viele Kommentatoren an oder vielleicht möchtest du zu einem bestimmten Thema auch mal mehrere Rückmeldungen.
    Aber ganz wie du möchtest.

    Beste Grüße

    Leszek

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      1. Vielleicht kann man das noch weiter einschränken, falls dir das dann immer noch zu viel sein sollte. Wenn du vorher wissen solltest, welche Themen du ansprechen oder die Beiträge vorher fertig hast veröffentlichst du eine Liste und legst eine Kommentatorenzahl fest. Intressierte können dann kurz festlegen wo sie am ehesten kommentieren würden und du schaltest sie dann frei (oder bestimmst nach dem Zufallsprinzip bei Uneinigkeiten). Zu jedem Beitrag kommt dann jemand anders zu Wort. Weiß nur nicht wie einfach das umzusetzen ist und bis zu welcher Menge es funktioniert.

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    1. Schön. Jetzt weiß ich endgültig, was ich von dir zu halten habe. Was ich wirklich von so einer Antwort halte, schreibe ich nicht, weil es gegen meine eigenen Blogregeln verstoßen würde. Nur so viel: ich wünsche dir wirklich ernsthaft, dass Du in die Lage kommst, neben deinem Beruf (in meinem Fall Beruf und Kinder) noch jemanden pflegen zu müssen. Und dann sehen wir mal, wieviel Zeit dir noch für deine Hobbys bleibt. Vermutlich würde es sogar völlig reichen, wenn du nur pflegen müsstest.

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      1. Ah, Du wünschst also einem meiner Angehörigen eine Pflegestufe. Wie nett von Dir.
        Aber ich sage Dir noch was: Wenn ich in diese Lage kommen sollte, werde ich kein rührseliges Elaborat über die Zumutungen der Moderation von Blogkommentaren schreiben.

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      2. „Ah, Du wünschst also einem meiner Angehörigen eine Pflegestufe“.

        Ich wünsche dir eine Pflegeerfahrung (egal ob von kleinen Kindern oder alten Menschen). Das wäre wahrscheinlich mal eine interessante Erweiterung deines Blickwinkels, der extrem eingeschränkt zu sein scheint.

        Zum Rest: Habe ich nicht. Ich habe erklärt, dass und warum ich das nicht weiter so machen kann. Ich finde, ich bin meinen Lesern eine Erklärung schuldig, warum sie nicht mehr kommentieren können.

        Dass Du das so boshaft kommentieren musst, spricht für sich.

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      3. „Ich wünsche dir eine Pflegeerfahrung“

        Ich wünsche Menschen immer nur das Beste. So bin ich halt 🙂

        „Ich habe erklärt, dass und warum ich das nicht weiter so machen kann.“

        Natürlich könntest Du das. Du machst es ja jetzt auch.

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      4. Ich mache es jetzt, weil ich krank bin und es daher möglich ist, weil ich nicht arbeite, sondern alles einer Kollegin gegeben habe. In einer Stunde ist es wieder nicht mehr möglich. Und die ganze letzte Woche habe ich doch beschrieben, wie es lief. Und dass das so nicht weitergehen kann, weil es schlecht für meine Familie ist. Aber schön, dass Du so genau weißt, was anderen Menschen und deren Familien möglich ist.

        „Ich wünsche Menschen immer nur das Beste. So bin ich halt“

        Offenbar nicht.

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      5. Deine Erklärungen sind irgendwie witzig. Ich finde es erstaunlich, dass jemand glaubt, sich für das, was er tut, rechtfertigen zu müssen. Aber die Jungs bei Evo-Chris haben wohl recht. Du möchtest von allen gemocht werden und versuchst daher, sogar aus mir ein klein wenig Anteilnahme an Deinem Schicksal herauszukitzeln.

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      6. Nö. Mein Schicksal ist irrelevant. Ich schaffe es nicht und ich habe erklärt warum. So einfach.

        Dass Du glaubst, Du könntest ernsthaft beurteilen, wie andere Menschen zu leben haben und was sie zu schaffen haben, ist allenfalls interessant auf deine Persönlichkeit hin. Lass es einfach, ja.

        Und kommentiere nicht mehr hier.

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      7. Klar schaff ich es irgendwie. Wenn ich meine sonstigen Aufgaben schleifen lasse und bis spät in die Nacht aufbleibe, schaff ich es. Und? Ist das erstrebenswert? Wenn Du das findest, kannst du es gerne so machen. Zeit genug hast du wohl, wenn du ebenjene umfangreichen Trollaktivitäten auf diversen Blogs widmen kannst.

        Und jetzt troll mich bitte nicht weiter zu.

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  3. Sehr schade, ich hab das hier grade erst so wirklich entdeckt und in meine „Geschlechterblog-Roll“ aufgenommen!

    Aber sehr verständlich, dass du SO nicht weiter machen willst. Z.B. Adrian scheint ja alles daran zu setzen, jedes Kommentargespräch zu einem Schlagabtausch machen zu wollen – sowas ist definitiv ätzend für alle, die konstruktive Diskussionen anstreben und dafür auch noch viel Zeit und Herzblut opfern.

    Dein Versuch, „Brücken zu schlagen“ hat gezeigt, an wem es liegt, wenns nicht gelingt. Ich hab‘ ähnliche Erfahrungen gemacht, sogar ganz ohne dass ich irgendwas zu Feminismus gesagt hätte – mich als Frau auf einem Männerblog äußern reichte völlig, mich mit unterschiedlichesten Projektionen und Unterstellungen zu überziehen.. hab ich dann halt unterlassen.

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  4. Ich bin das erste mal hier gewesen. Ich folge gerne weiter deinem Blog, das Thema mit den am Boden liegenden Männern hat es mir angetan.
    Wie das Kommentieren hier im Einzelnen abläuft, weiß ich nicht.
    Aber vielleicht genügt ja auch das bloße Verfassen von Artikeln. Wer interessiert ist, liest mit!
    Es ist im Grunde so: Wenn ich mal kommentiere, dann benötige ich eine geraume Zeit, denn ich will was beitragen und authentisch sein. Oft überarbeite ich sogar meine Kommentare wieder, weil ich nicht wesentlich war oder ein ganz anderer Gesichtspunkt beim Schreiben aufpoppt.

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    1. Danke Gerhard, eben darum fehlt mir ja auch die Zeit. Wenn ein interessanter Kommentar kommt oder mir Fragen gestellt werden, will ich auch halbwegs ausführlich darauf antworten. ich werde einfach sehen, wie ich es schaffe, die Kommentarfunktion immer mal wieder zu öffnen.

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  5. Schade! Ich hab die Artikel und Diskussionen gerne gelesen und fand letztere fanden (von beiden Seiten) auf hohem Niveau statt (deswegen habe ich mich auch besser nicht eingemischt 😉 ). Einen so sachlichen Austausch zwischen beiden Seiten findet man ja doch sehr selten.
    Ich kann es verstehen, dass das schnell zu zeitaufwendig wird. Meine Lösung wäre auf jeden Fall, schlicht weniger Artikel zu schreiben und die Kommentare jeweils nach einer gewissen Zeit zu schließen.
    Nicht kommentierbare Blogs zu lesen empfinde ich wiederum als zeitverschwendung und ich denke das geht den meisten so.
    grüße, david

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    1. Weniger Artikel werde ich auch schreiben, also nur noch 1 x die Woche. Und ich werde es irgendwie so versuchen, dass ich alle zwei Wochen den Artikel wenigstens für ein paar Tage zum Kommentieren freigebe. Hoffentlich klappt es so. Ist ungut, ich weiß. Ich bin selbst nicht zufrieden damit.

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